Gold steigt zum Start in die neue Handelswoche auf gut 1.230 USD je Feinunze und markiert damit ein neues 3-Monatshoch. - Im SPIEGEL und im Handelsblatt fordern Ökonomen die Abschaffung des Bargelds.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold steigt zum Start in die neue Handelswoche auf gut 1.230 USD je Feinunze und markiert damit ein neues 3-Monatshoch. Silber notiert ebenfalls deutlich fester bei 17,8 USD je Feinunze, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der Preisanstieg beider Edelmetalle dürfte auch spekulativ getrieben sein. Denn die von Bloomberg erfassten Gold- und Silber-ETFs verzeichneten Ende letzter Woche kaum Zuflüsse (0,5 Tonnen bei Gold) bzw. sogar im Falle von Silber merkliche Abflüsse (88 Tonnen). Zudem zeigen sich die Münzabsätze in den USA derzeit relativ verhalten. In der Woche zum 12. Mai hatten die spekulativen Finanzinvestoren bereits ihre Netto-Long-Positionen sowohl bei Gold als auch bei Silber – allerdings von niedrigen Niveaus aus – ausgeweitet.
Indien hat im April laut Angaben eines Staatsministers bereits den zweiten Monat in Folge mehr als 100 Tonnen Gold importiert. Demnach beliefen sich die Einfuhren im letzten Monat auf 111 Tonnen, nach 125 Tonnen im März. Und auch im Mai sollen bislang schon rund 60 Tonnen Gold importiert worden sein. Das indische Finanzministerium führt die gestiegenen Importe auf eine saisonal bedingt höhere Nachfrage und niedrigere Goldpreise zurück. In Indischer Rupie gerechnet fiel der Goldpreis Mitte März auf ein 3½-Monatstief, hat seitdem aber wieder deutlich angezogen. Auch ist die Feiertagssaison mittlerweile beendet, so dass die Importe demnächst wohl wieder geringer ausfallen dürften.
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