Deutscher Anwaltverein warnt: EU-Reform bedroht Unabhängigkeit deutscher Kanzleien
Anwälten, Steuerberatern und anderen Freiberuflern drohen laut dem Nachrichtenmagazin Focus einschneidende Reformen. Nach Plänen der EU und der Bundesregierung sollen sich beispielsweise Anwaltskanzleien für berufsfremde Kapitalgeber öffnen. Denkbar wäre dann, dass eine Rechtsschutzversicherung gleichzeitig Kanzleien betreibt.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Anwaltvereins, Cord Brügmann, fürchtet dadurch Nachteile für die Mandanten: „Versicherer wollen keine langen Rechtsstreitigkeiten. Damit könnten die von ihnen beherrschten Kanzleien nicht mehr unabhängig beraten.“
Auch die angedachte Abschaffung der Gebührenordnung sieht Brügmann kritisch: „Die Erfahrungen anderer Länder ohne Gebührenordnung zeigen, dass dort die Rechtsberatung erheblich teurer ist.“



