Völliges Chaos bei den Greichenland-News derzeit. EZB verlängert angeblich Notkredite. - Griechenlands Finanzminister Varoufakis bringt Schließung griechischer Banken und Kapitalverkehrskontrollen ins Spiel.
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis erwägt die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen und eine Schließung der griechischen Banken am Montag. Das sagte Varoufakis am Sonntag der BBC. Demnach werde die griechische Regierung beide Möglichkeiten über Nacht abwägen, so Varoufakis.
In den vergangenen Wochen waren Stimmen lauter geworden, die Kapitalverkehrskontrollen, also etwa eine Obergrenze für Abhebungen am Geldautomaten oder Überweisungen ins Ausland, in Griechenland gefordert hatten. Hintergrund der Forderungen, die die Athener Regierung bislang ablehnte, sind die massiven Geldabflüsse aus Griechenland in den vergangenen Tagen.
Letzte Updates:
EZB verlängert Notkredite für griechische Banken
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die griechischen Banken weiter mit Liquidität versorgen und hält an den sogenannten Ela-Krediten ("Emergency Liquidity Assistance") fest. Der EZB-Rat habe nach der Entscheidung der griechischen Regierung, ein Referendum über die Frage abhalten zu wollen, ob das Land die Forderungen seiner Gläubiger akzeptiert, beschlossen, die Ela-Kredite auf dem am vergangenen Freitag beschlossenen Niveau zu halten, teilte die Notenbank am Sonntag mit. Der EZB-Rat sei allerdings bereit, seine Entscheidung zu überdenken, hieß es seitens der Zentralbank weiter. "Wir werden weiterhin eng mit der griechischen Notenbank zusammenarbeiten", so EZB-Präsident Mario Draghi.
Der Gouverneur der Bank of Greece, Giannis Stournaras, erklärte, die griechische Zentralbank werde "alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die finanzielle Stabilität für die griechischen Bürger unter diesen schwierigen Umständen zu gewährleisten". Die griechischen Geldhäuser sind seit Monaten auf die Ela-Notkredite angewiesen, die von der EZB genehmigt werden müssen. Das Volumen der Notkredite lag zuletzt bei 90 Milliarden Euro. Ohne die Notkredite droht den griechischen Banken die Pleite, unter anderem wegen der massiven Geldabflüsse in den vergangenen Tagen.
Varoufakis: Griechische Regierung gegen Kapitalverkehrskontrollen
Die griechische Regierung ist laut Finanzminister Yanis Varoufakis gegen die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen. "Kapitalverkehrskontrollen innerhalb einer Währungsunion sind ein Widerspruch in sich", schrieb der griechische Finanzminister auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Die griechische Regierung ist gegen dieses Konzept." Zuvor hatte der BBC-Redakteur Nick Sutton auf Twitter mitgeteilt, dass Varoufakis die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen und eine Schließung der griechischen Banken am Montag in einem Interview mit der BBC erwägt habe. Demnach werde die griechische Regierung beide Möglichkeiten über Nacht abwägen. In den vergangenen Wochen waren Stimmen lauter geworden, die Kapitalverkehrskontrollen, also etwa eine Obergrenze für Abhebungen am Geldautomaten oder Überweisungen ins Ausland, in Griechenland gefordert hatten. Hintergrund der Forderungen, die die Athener Regierung bislang ablehnt, sind die massiven Geldabflüsse aus Griechenland in den vergangenen Tagen und Wochen.



