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Euro: Der Untergang des Abendlandes

In einem seiner letzten Interviews prophezeit Prof. Wilhelm Hankel: Der Untergang des Abendlandes vollzieht sich ökonomisch. Deutschland verschwindet im großen schwarzen Euro-Loch und verarmt. In Zukunft drohen Kapitalverkehrskontrollen und Zustände wie in der ehemaligen UdSSR.

 

In einem seiner letzten Interviews für MMnews warnt Prof. Wilhelm Hankel vor einer düsteren Euro-Zukunft. Hankel, der am 15. Januar 2014 plötzlich verstarb, galt als einer der profundesten Kenner der Euro-Problematik. Bisher sind alle seine Vorhersagen eingetreten. Das Interview stammt aus dem Jahr 2013 und nimmt auch Bezug auf den ESM und dessen Folgen. In Anbetracht des Griechenland-Dramas sind die Warnungen von Prof. Hankel aktuell wie nie zuvor.

 

Zusammenfassung der Hankel Aussagen:

Es war von Anfang an klar erkennbar, dass eine Währung für 17 Länder niemals funktionieren würde. Stabiles Geld und Währungsunion passt nicht zusammen. Es gibt in einer Währungsunion leider immer einige Partner, die sich nicht an die Spielregeln halten. Auch das war von Anfang an klar erkennbar, denn jeder Staat versucht erstmal seine Interessen durchzusetzen.

Einige Südstaaten sind eigentlich Entwicklungsländer. Wenn diese Staaten den Anspruch erheben, einen ähnlichen Lebensstandard zu haben wie in Deutschland, dann kann man diese Brücke nur durch eine Inflationspolitik schließen oder durchs eine Transferpolitik oder durch beides.

"Rettung" ist nur eine beschönigende Vokabel für Ruin. Denn wenn sie eine Währung retten, dann ist sie bereits ruiniert. Und sie lässt sich vor allem nicht dadurch retten, dass man zu den vorhandenen Schulden noch neue konzipiert. 

Der ESM ist genauso wie der Euro komplett fehlkonstruiert. Er kann schon technisch nicht funktionieren. Nach der Sozialisierung der Währungen wird jetzt auch noch der Kapitalmarkt sozialisiert. Das bringt uns in eine "EU" die eigentlich ein Zerrbild ist von dem, was sich die Gründungsväter einst vorstellten.

Die EU sollte einst das Gegenbild zur Sowjetunion sein - jetzt wird sie ihr Klon. Damit wird unsere Marktwirtschaft vollends ruiniert.



Kapitalflucht und Ende der Demokratie

Hankels Endszenario ist schrecklich: Wenn es nicht gelingt, diese Tendenz zu stoppen, muss dies  jeden Bürger mit Recht beunruhigen. Er muss versuchen individuell seine Lebensersparnisse zu retten - und das bedeutet Kapitalflucht. Diese Kapitalflucht haben wir bereits. Der Euro ist nur noch ein kurzfristiges Tauschmittel, aber kein Geld zum Sparen. 

Das schlechte Geld verdrängt das gute. Und das sehen wir heute in Europa: das gute Geld geht in Gold, geht in Betongold, es geht in fremde Währungen - damit fehlt es uns, es fehlt in Europa für die Fortsetzung der Wirtschaftsentwicklung.

Dadurch, dass das Geld in schwarzen Löchern der Südstaaten versickert, werden wir das Problem bekommen, dass wir den Norden gar nicht weiter entwickeln können. Es fehlt das Geld für Investitionen, Innovation, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze - ja sogar für Kitas.



Kapitalverkehrskontrollen

Deutschland verschwindet im großen schwarzen Euro-Loch und verarmt. Doch es gibt noch einen letzten Schritt nach der Vergemeinschaftung der Währung, der Vergemeinschaftung der Schulden: Kontrolle des Kapitalverkehrs.

Das bedeutet das Ende der Demokratie. Das bedeutet die Einsperrung Europas in ein monetäres Gefängnis - so wie wir es in der früheren DDR und in der UdSSR hatten. 

Damit fällt der Euro als Weltwährung aus und damit erreichen die Retter eigentlich das Gegenteil, was sie ursprünglich erreichen wollten: Ein starkes Gegengewicht auf dem Währungsmarkt zu erzeugen. Man könnte fast den Eindruck haben, dass die USA, welche ja die "Rettung" vorantreiben, genau das erreichen wollen.

Der Euro wird mit all diesen Maßnahmen zu einer inkonvertiblen Währung. Eine Währung, die keiner haben will, ist keine Weltreservewährung mehr und Europa verliert seine gesamte Attraktivität für Auslandsinvestitionen. Am Ende steht die Verarmung und der Zerfall. Der Untergang des Abendlandes vollzieht sich ökonomisch.

 

 

Interview mit Prof. Albrecht Schachtschneider anlässlich der damaligen Verfassungsbeschwerde gegen den ESM

Schachtschneider: "Wir haben es mit einem langezogenen Staatsstreich zu tun. - Wir leben nicht mehr in einem demokratischen Rechtsstaat". Die Parteien-Oligarchie hat den Parlamentarismus beseitigt. Es werden nur noch EU- und Euro-Vorgaben durchgewinkt.


Das Interview mit Andreas Popp hier: www.youtube.com

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