Laut "Financial Times" gibt es in Athen Pläne, alle Guthaben über 8000 Euro mindestens um 30% zu rasieren. Das griechische Finanzministerium wies den Bericht als eine "Provokation" zurück.
Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Bankkreise, die griechischen Geldinstitute erstellten Pläne für Kürzungen von wenigstens 30 Prozent bei Guthaben von über 8.000 Euro. Das Athener Finanzministerium wies den Bericht als eine "Provokation" zurück. Damit solle auf den Ausgang der Volksabstimmung an diesem Sonntag über die Sparpolitik Einfluss genommen werden. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras betonte wiederholt, die Bankguthaben seien sicher.
Die FT hatte in ihrer Online-Ausgabe berichtet, mögliche Kürzungen von Bankguthaben sollten im Rahmen einer Sanierung des griechischen Finanzsystems vorgenommen werden. Griechische Bankkunden können derzeit an den Bankomaten nur 60 Euro pro Tag von ihren Konten abheben.
Um die Versorgung in Griechenland zu garantieren, bringt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz „Notstandskredite“ ins Spiel. Besonders schwierig werde die Lage, wenn Athen nach einem „Nein“ der Griechen beim Referendum am Sonntag zu den Forderungen der Geldgeber das Geld ausgehe. „Ohne neues Geld können die Gehälter nicht ausgezahlt werden, das Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr, die Stromversorgung und der öffentliche Transport versagen“, sagte er.



