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Gold-Crash: China schuld?

Gold fällt zwischenzeitlich um 50 USD auf tiefsten Stamd seit Februar 2010. Der Preisrutsch wurde durch hohe Verkaufsvolumina an der Goldbörse in Shanghai ausgelöst.- Euro weiter schwach.

 

Von Commerzbank Commodity Research

Crash am Goldmarkt – der Preis für eine Feinunze fällt zu Wochenbeginn im frühen Handel zwischenzeitlich um bis zu 5% bzw. rund 50 USD auf nur noch etwas über 1.080 USD und markiert damit den tiefsten Stand seit Februar 2010. Mittlerweile hat er über die Hälfte der Verluste wieder aufgeholt. In Euro gerechnet fällt Gold vorübergehend auf ein 6½-Monatstief von gut 1.000 EUR je Feinunze.

Der Preisrutsch wurde durch hohe Verkaufsvolumina an der Goldbörse in Shanghai ausgelöst. Gemäß Daten von Reuters wurden dort in einem wichtigen Kontrakt über eine Million Losgrößen gehandelt. Der Durchschnitt im Juli lag demnach bislang bei unter 30.000 Losgrößen. An der COMEX zeigten sich die spekulativen Finanzinvestoren schon vor dem jüngsten Preisrutsch zunehmend pessimistisch.

Erstmals seit Beginn der Datenreihe Mitte 2006 bestanden in der Woche zum 14. Juli Netto-Short-Positionen von 1,1 Tsd. Kontrakten. Mittlerweile dürften sie noch deutlich höher liegen. Auch die ETF-Anleger ziehen sich weiter zurück. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag mit 15,7 Tonnen den stärksten Tagesrückgang seit gut zwei Jahren und liegen inzwischen auf dem niedrigsten Stand seit März 2009. Dass Griechenland von den Geberländern eine Brückenfinanzierung erhält und ab heute die Banken dort wieder geöffnet sind, ist ebenso nur eine Randmeldung wie die Goldkäufe der chinesischen Zentralbank.

Diese hatte am Freitag bekannt gegeben, ihre Goldreserven in den letzten sechs Jahren um 604 Tonnen auf 1.658 Tonnen aufgestockt zu haben. Im Fahrwasser von Gold stehen auch alle anderen Edelmetalle unter Druck. Silber notiert zeitweise auf einem 7½-Monatstief von 14,5 USD je Feinunze. Platin fällt zwischenzeitlich auf ein 6½-Jahrestief von weniger als 950 USD je Feinunze, Palladium auf den tiefsten Stand seit Oktober 2012 (gut 600 USD je Feinunze).

Nach der Griechenlandrettung bleibt der Euro weiter schwach. Beobachter gehen davon aus, dass die Gemeinschaftswährung gegen Dollar weiter fallen wird und schon in wenigen Wochen die Parität ansteht.

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