Die internationalen Schlepperbanden bieten für ihre Flüchtlings-Kunden einen besonderen Service: Eine Übersicht über Hilfsleistungen in den Ziel-Ländern. In dem "Reiseführer der Menschenschmuggler" schneidet Deutschland am besten ab.
Die internationalen Schlepper-Organisationen sind offenbar besser vernetzt als bisher angenommen.
Der EU-Grenzschutzagentur Frontex liegt ein Dokument vor, das ins Internet gelangt ist und nun von Schleppern unter Asylsuchenden herumgereicht wird. Es geht um eine Aufstellung, in welcher die Aufnahme- und Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Norwegen und Dänemark verglichen würden, einschliesslich finanzieller Unterstützung und den Wartezeiten für Dokumente.
Von der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" wurde die Tabelle als "Reiseführer der Menschenschmuggler für die populärsten Destinationen" bezeichnet. Sie ermögliche den Flüchtlingen so, das für sie vorteilhafteste Zielland ausfindig zu machen.
Zu den Unterkunftsbedingungen in Deutschland heißt es: "Du kommst im Zelt unter und wenn die Genehmigung durch ist kannst du ein Haus mieten". Die Famillienzusammenführung kann nach 3-5 Monaten erfolgen. Unter dem Stichwort "Lohn, Einkünfte" heißt es: 300-330 Euro und nach der Genehmigung 370-390 Euro.




