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China vor Absturz?

Goldpreis erhält durch weitere Yuan-Abwertung neuerliche Unterstützung. Schwache chinesische Autoabsätze für Preisrückgang bei Platin und Palladium im Juli hauptverantwortlich. US-Zinserhöhung nun unwahrscheinlich.

 

Von Commerzbank Commodity Research

Die erneute Abwertung des Chinesischen Yuan – die chinesische Zentralbank hat das Fixing von USD-CNY erneut höher angesetzt – gibt Gold am Morgen neuerlich Unterstützung. Der Preis markiert bei 1.120 USD je Feinunze ein 3-Wochenhoch. Auftrieb erhält Gold auch durch den Rückgang der Zinserhöhungserwartungen.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung im September ist laut Fed Fund Future auf nur noch etwa ein Drittel gesunken. In Euro gerechnet handelt Gold über der Marke von 1.000 EUR je Feinunze. Unseres Erachtens könnte das Verhalten der chinesischen Zentralbank zu einem Abwertungswettlauf der Währungen vor allem im asiatischen Raum führen, wovon Gold profitieren sollte.

Die industriellen Edelmetalle Platin und Palladium hängen aktuell offenbar stärker an Gold, denn sie können sich dem Abverkauf bei den Industriemetallen weitgehend entziehen. Platin handelt am Morgen bei rund 990 USD je Feinunze, Palladium kostet knapp 610 USD je Feinunze. Die Preisschwäche beider Edelmetalle im Juli – Platin und Palladium verloren jeweils etwa 9% – erklärt sich im Nachhinein zumindest ansatzweise durch schwache chinesische Autoabsatzzahlen. Denn wie der Verband der Automobilproduzenten gestern mitteilte, wurden in China im letzten Monat nur 1,27 Mio. Autos verkauft, 6,6% weniger als im Vorjahr.

Dies waren zum einen die geringsten Absätze seit zwei Jahren und zum anderen der stärkste Jahresrückgang seit Februar 2013. Dieser konnte auch trotz hoher Rabatte und weiterer Kaufanreize nicht verhindert werden. Seit Jahresbeginn liegen die Autoverkäufe nur noch 3,4% über Vorjahr, womit sich die Dynamik hier spürbar verlangsamt hat.

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