Ist die Caritas ein Selbstbedienungsladen für ihre Chefs? Ein Geschäftsführer gönnte sich ein Gehaltserhöhung von 60% und ließ u.a. seine Geburtstagsfeier finanzieren. Angeblich alles ok - sagen die Vorgesetzten.
Caritas-Geschäftsführer Rainer Flinks richtete sich ein schickes Büro ein, ließ sich seine Geburtstagsparty und sein MBA-Studium bezahlen und erhöhte schließlich sein Gehalt um 60 Prozent. Die meisten Posten zeichnete er selbst ab.
60.000 Euro mehr Gehalt
Innerhalb von drei Jahren stieg Flinks Gehalt von 102.319 Euro auf 162.319 Euro, ein Plus von 60 Prozent. Eine Reinigungsrechnung über 18 Euro reichte er trotzdem ein: „Bei einer Dienstveranstaltung wurde ich mit einem vollen Tablett Sekt überschüttet"
Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, zahlte die Caritas im Februar 2014 insgesamt 2350 Euro für die Party zum 50. Geburtstag ihres Geschäftsführers. Die Rechnung unterschrieb Flinks selbst.
Geschäftsführer, Aufsichtsrat und Caritas-Verband sagten, bei der Geburtstagsfeier habe es sich um eine „dienstliche Veranstaltung“ gehandelt. Es werden „vereinzelt bei besonderen Anlässen (z. B. runde Geburtstage)“ die Kosten für solche Partys teilweise übernommen.



