Bauministerin Hendricks lehnt Enteignungen und Zwangseinweisungen von Flüchtlingen ab. Um den Wohnungsbau zu beleben, will sich Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) für zusätzliche steuerliche Anreize für Investitionen stark machen.
Unterkünfte für Flüchtlinge werden knapp, Länder und Kommunen suchen nach Unterbringungsmöglichkeiten. Um den Wohnungsbau zu beleben, will sich Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) für zusätzliche steuerliche Anreize für Investitionen stark machen: „Entweder durch eine Erhöhung der linearen Abschreibung von zwei auf drei Prozent. Oder wir führen eine degressive Afa ein, die man auch auf Regionen mit besonderem Wohnungsbedarf beschränken kann“, sagte Hendricks dem Handelsblatt. „Ich bin da offen.“
Enteignungen und Zwangseinweisungen lehnt sie ab: „Enteignungen kommen für uns nicht in Betracht, auch keine Zwangseinweisung von Flüchtlingen.“
Vielmehr müsse mehr Bauland mobilisiert werden. „Da ist der Bund gefordert, aber auch Länder und Kommunen und private Eigentümer.“ In vielen reichen Gemeinden in den wohlhabenden Regionen De! utschlands, so die Ministerin, „haben die Eigentümer gar kein Interesse daran, ihre Grundstücke zu verkaufen. Die Stadt sei ‚wegen Reichtums‘ geschlossen, so hat mir das neulich ein Bürgermeister einer Stadt im Südwesten sarkastisch erklärt.“



