SPIEGEL ONLINE mal wieder mit einer "Wundergeschichte" in Sachen Flüchtlinge. Ein 110 Jahre alter Mann soll angeblich von Afghanistan nach Passau getragen worden sein. Wie das möglich ist, hat das "Nachrichtenmagazin" natürlich nicht hinterfragt.
Ungeprüft übernimmt der SPIEGEL die Geschichte eines angeblichen 110-jährigen Flüchtlings aus Afghanistan, der angeblich von dort nach Passau getragen worden sein soll. Der Mann ist blind und taub. Wie das funktioniert hat und wie man jemand von Afghanistan nach Passau tragen kann, das hat das "Nachrichtenmagazin" natürlich nicht infrage gestellt. Stattdessen meldet SPON völlig unkritisch in "Der Morgen live" folgende Geschichte:
Seine Familie hat ihn aus Afghanistan bis nach Passau getragen: Ein 110 Jahre alter Flüchtling aus Afghanistan ist in Bayern angekommen. Die Bundespolizei bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Der Mann war demnach zusammen mit acht Angehörigen einen Monat lang auf der Flucht. Seine 60-jährige Tochter gab der Polizei gegenüber an, die männlichen Familienmitglieder hätten den blinden und tauben Greis auf zahlreichen Fußmärschen bis nach Deutschland getragen.
Grund für die Flucht der Vier-Generationen-Familie sei, dass ihre Heimat Baghlan unsicher geworden sei. Drei Brüder seien von der radikalislamischen Taliban getötet worden.



