Der texanische Landkreis Harris County hat gegen VW eine Klage angestrengt, in der von Wolfsburg 25.000 US-Dollar pro Verstoß gefordert werden - pro Tag.
Von Axel Retz
Zu Volkswagen wollte ich ja meinen eigenen Senf für mich behalten. Natürlich wurde hier vorsätzlich betrogen. Und nun dreschen so gut wie alle auf dem Konzern herum. Ich darf einmal in aller Behutsamkeit auf einiges aufmerksam machen:
1. Der Verbrauch eines Fahrzeugs - und damit auch sein Schadstoffausstoß - wächst in etwa im Quadrat zur gefahrenen Geschwindigkeit. Solange es auf deutschen Bundesautobahnen keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, liegen die umweltbezogenen Probleme also ganz anderswo und betreffen alle Fahrzeughersteller.
2. Am Mittwoch hat der texanische Landkreis Harris County gegen VW eine Klage angestrengt, in der von Wolfsburg 25.000 US-Dollar pro Verstoß gefordert werden. Bezogen nicht etwa auf jedes betroffene Fahrzeug, sondern auf jedes betroffene Fahrzeug und jeden Tag.
So kommen dann, falls die Klage durchgeht, im Jahr für jeden entsprechenden Diesel-PKW 9.125.000 US$ im Jahr zusammen.
Was Volkswagen veranstaltet hat, war de jure zweifellos rechtswidrig. Was andere veranstalten, ist irgendetwas zwischen krank und kriminell. Gegen Deutschland ist m. E. (auch) ein Wirtschaftskrieg installiert worden. Nächstes vermutliches Opfer: Die Deutsche Bank.
Um die Klage von Harris County ins Verhältnis zu setzen solle sich man folgendes Video ansehen. Es ist mittlerweile zu einem beliebten Sport in den USA geworden, die Umwwelt "Coal Rollers" zu verpesten. In den Vehikeln werden alle Abgasfilter bewusst ausgebaut.



