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Friedensnobelpreis für Merkel?

CDU-Politiker wollen Friedensnobelpreis für Angela Merkel. Die Bundeskanzlerinl habe „maßgeblichen Anteil“ am Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt und habe durch die zeitweilige Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge eine humanitäre Katastrophe in Ungarn verhindert.

 

Nach Ansicht mehrerer CDU-Politiker sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommen. Sie habe die Auszeichnung „wie sonst niemand in Europa“ verdient, sagte der Vizechef der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem Handelsblatt. Merkel habe „maßgeblichen Anteil“ am Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt und habe durch die zeitweilige Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge eine humanitäre Katastrophe in Ungarn verhindert. „Der Friedensnobelpreis wäre ein richtiges Signal für eine Neuausrichtung der globalen Flüchtlingspolitik“, sagte Bäumler.


Für den Großstadtbeauftragten der Unions-Bundestagsfraktion, Kai Wegner, würde die Preisverleihung an Merkel „ein großartiges Zeichen der Anerkennung für ihren Beitrag zu Frieden und Freiheit in Europa“ bedeuten. Gerade in der Ukraine-Krise habe! die Kanzlerin „entscheidend dazu beigetragen“, gangbare Lösungen für eine gute Zukunft aufzuzeigen.

„Die Preisverleihung wäre aber auch ein deutliches Signal an diejenigen in Europa, die unter Hinweis auf die aktuellen Flüchtlingsströme Abschottung, Stacheldraht und nationalen Egoismen das Wort reden“, sagte Wegner dem Handelsblatt. Merkel habe klar gemacht, dass die „Krise nur mit Herz und Verstand gleichermaßen zu meistern“ sei
Kritisch sieht der Obmann der Unions-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter, eine mögliche Preisverleihung an Merkel.

Fiele die Wahl auf die Kanzlerin, würde das Merkel und Deutschland „sicher sehr ehren und verdient wäre der Preis auch“, sagte Kiesewetter dem Handelsblatt. „Allerdings sollte solch ein Preis eher das Lebenswerk eines Menschen oder ausnahmsweise eine ganz besondere herausragende Einzelleistung würdigen.

Wenn politisch-operativ motivierte Entscheidungen bei der Nobelpreisve! rleihung getroffen werden, wie seinerzeit beim US-Präsidenten Barak Obama, wird jegliche weitere Entscheidung und jeder weitere Lebensschritt eines Preisträgers an so einem Preis gemessen.“ Er denke daher auch, „dass unsere Bundeskanzlerin für solche politisch motivierten Preisverleihungen nicht zur Verfügung steht, sondern erst dann, wenn in vielen Jahren ihre politische Arbeit vollendet ist“.

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