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Asylkrise: Bouffier will Familiennachzug strecken

Asylkrise: Bouffier will Familiennachzug "auf Jahre" strecken. "Die Situation wird für uns nicht leichter, wenn wir Familien nun in großer Zahl ins Land holen."


Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will den Familiennachzug von Flüchtlingen "auf Jahre" strecken. Der "Welt" sagte Bouffier: "Die Situation wird für uns nicht leichter, wenn wir Familien nun in großer Zahl ins Land holen. Das muss auf Jahre gestreckt werden." Zudem sollte man sich auf die Kernfamilie konzentrieren, "also Ehepartner und Kinder", schlug Bouffier vor.

Konkret forderte er, dass Familienmitglieder, die in einer sicheren Lebenssituation sind, "also etwa in einem Lager in der Türkei", frühestens ein Jahr nach der Anerkennung eines Asylbewerbers nachkommen dürften. Anders verhalte es sich mit Familienmitgliedern, die verfolgt werden, so der CDU-Politiker.

Er warnte davor, dass der Nachzug völlig ungeplant vonstatten gehe. Man könne nicht unbegrenzt aufnehmen; "die Zahlen müssen weniger werden", so Bouffier.

Der Ministerpräsident verteidigte die von der Union geplanten Transitzonen gegen die Kritik der SPD: "Dass wir keine hundertprozentige Grenzsicherung erschaffen können, darf uns doch nicht daran hindern, generell Grenzsicherung zu betreiben", erklärte der CDU-Politiker. "Das wird den Anreiz verringern, überhaupt einzureisen", zeigte sich Bouffier überzeugt. Jeder müsse jederzeit damit rechnen müssen, in die Transitzone gebracht zu werden. "Das wird sich herumsprechen, gerade unter den Angehörigen jener Staaten, die kein Bleiberecht haben."

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