Jetzt auch zuviel CO2? Volkswagen musste zugeben, dass auch bei Benzinern falsche Abgas und Verbrauchswerte genannt wurden. Betroffen: 800000 Fahrzeuge.
Noch hält sich der Kurs der VW-Aktie auf erniedrigtem Niveau stabil. Die Frage ist, wie lange?
Jeden Tag kommt ein wenig mehr Licht in die Abgasaffäre von Volkswagen. Jetzt musste der Autokonzern einräumen, dass bei rund 800.000 Autos die CO2-Werte und damit auch die Verbrauchsangaben zu niedrig waren. Voraussichtlicher Schaden: Zwei Milliarden Euro.
Es handelt sich demnach unter anderem um Autos der Typen Polo, Golf und Passat. Bei der VW-Tochter Audi gehe es um A1- und A3-Modelle, bei Skoda um den Octavia und bei Seat um den Leon und den Ibiza, sagte ein Sprecher.
Auch bei einem Benzinmotor mit Zylinderabschaltung habe es Auffälligkeiten gegeben, sagte der Sprecher. Es handele sich dabei aber um eine geringe Stückzahl. Bei den Dieselmotoren seien 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Varianten betroffen.
Das Handelsblatt kommentiert: "Die VW-Affäre bekommt damit eine neue Dimension. Und wahrscheinlich weiß nicht einmal VW-Chef Matthias Müller, welchen Missbrauch die internen Untersuchungen noch aufdecken werden. Der Blick in den Abgrund kann auch für den Aufklärer Müller gefährlich werden."



