Der weltweit größte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev will einen bayerischen Wirt rausschmeißen, weil er eine AfD-Veranstaltung erlaubte.
Jetzt greifen offenbar auch Bierkonzerne in die Politik ein: Der weltweit größte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev, zu dessen Saufimperium auch die bayerischen Urmarken "Löwenbräu", "Franziskaner" und "Spaten" gehören, geht gegen einen Wirt im Münchener Stadtteil Pasing vor, der in seiner Gaststätte eine AfD-Veranstaltung zuließ. (Hotel Gasthof "Zur Post").
„Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem Pächter gesprochen und deutlich mitgeteilt, daß wir die Situation genau beobachten und den Auftritt von Rechtsextremisten oder anderen extremistischen Vereinigungen nicht tolerieren werden“, sagte ein Konzernsprecher dem Münchner Merkur.
Sollte der Gasthofbesitzer der AfD noch einmal erlauben, das Lokal zu mieten, müsse er damit rechnen, daß der Pachtvertrag nicht verlängert werde, teilte die Brauerei mit, der das Gebäude gehört. Während mit anderen Pächtern eine Zusatzklausel vereinbart worden sei, die Vermietungen an „extremistische und populistische“ Gruppen verbiete, weigere sich der Wirt, eine derartige Vereinbarung zu unterschreiben.
Bis zum Herbst 2017 hat die Familie Schön das Hotel zur Post in Pasing gepachtet. Eine Verlängerung scheint nun fraglich. Der Wirt will sich nämlich den Auflagen des Bierkonzerns nicht beugen.



