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Neue Kammern in Tutenchamuns Grab entdeckt

Ägypten und die Welt stehen vor der größten archäologischen Sensation, seit Howard Carter im Jahr 1922 im Tal der Könige das unversehrte Grab des Kinderpharaos Tutenchamun gefunden hat: In diesem Grab...

Ägypten und die Welt stehen vor der größten archäologischen Sensation, seit Howard Carter im Jahr 1922 im Tal der Könige das unversehrte Grab des Kinderpharaos Tutenchamun gefunden hat: In diesem Grab gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach weitere, bislang unbekannte Kammern.

 

Nach neuen Untersuchungen in der Grabstätte sagte Ägyptens Minister für Altertümer, Mamdouh el-Damaty, der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe), er sei sich nun zu "mehr als 90 Prozent sicher", dass hinter den bemalten Wänden der Grabkammer weitere Räume liegen. Der britische Archäologe Nicholas Reeves war im August mit einer entsprechenden Theorie an die Öffentlichkeit getreten.

 

Er stützte sich dabei auf hochauflösende Fotografien und Laser-Scans der Wände. In den Reliefs entdeckte er auffällige Unregelmäßigkeiten, die er als Hinweise auf verborgene Öffnung interpretiert. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Grabes mit Reeves im August hatte el-Damaty noch gesagt, er halte es zu 50 bis 60 Prozent für wahrscheinlich, dass es in dem Grab weitere Kammern gebe. Untersuchungen mit Infrarotsensoren Anfang November und mit einem speziellen Radar am Donnerstag haben diese Vermutung nun fast bis zur Sicherheit verdichtet.

 

Details der Ergebnisse wollten el-Damaty und Reeves an diesem Samstag in Luxor der Öffentlichkeit präsentieren, ebenso Pläne für das weitere Vorgehen. Reeves vermutet hinter der Nordwand der Grabkammer eine Fortsetzung des Grabes, die nachträglich verschlossen wurde, als der mit 19 Jahren überraschend verstorbene Pharao dort bestattet wurde.

 

Dort könnten Angehörige beigesetzt worden sein - nach Reeves Ansicht, die andere Ägyptologen für hoch spekulativ halten, wurde das Grab ursprünglich für Nofretete gebaut. Zumindest aber liegen hinter den Wänden Räume, die seit mehr als 3.300 Jahre kein Mensch mehr betreten hat.

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