Der Hamburger Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel im Gespräch mit Michael Mross: Wie ein Tweet die Nation entzündet, wie Political Correctness zur Gehirnwäsche wird, wie Akif Pirinçci von den Medien zerstört wurde.
Joachim Steinhöfel: "FDJ-Trulla Person des Jahres"
Darf man heutzutage Deutschlands Regierungschefin nicht mehr kritisieren, ohne dass der SPIEGEL sofort empört von "Brandstiftung" spricht? Darf man kaum noch vom rot-grünen Spektrum abweichende Meinungen äußern, ohne Gefahr zu laufen, seinen Arbeitsplatz zu verlieren oder in den Medien hingerichtet zu werden?
Michael Mross im Gespräch mit dem Hamburger Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel, der u.a. auch Akif Pirinçci erfolgreich gegen 30 Zeitungen und öffentlich-rechtliche Anstalten vertritt - wegen falscher Tatsachenbehauptungen. Der Anwalt moniert, dass selbst Pirinçcis Katzenkrimis bei Onlinehändlern wie z.B. Amazon nicht mehr erhältlich sind, aber Hitlers "Mein Kampf" dort für zwei Euro feilgeboten werde.
Anlässlich eines satirischen Tweets bezichtigt der aktuelle SPIEGEL (Print) Steinhöfel der "geistigen Brandstiftung":
Der Anwalt Joachim Steinhöfel twitterte über die von „Time“ zur „Person des Jahres“ gewählte Kanzlerin Angela Merkel: „Ist das nicht schön? Unsere FDJ-Trulla Person des Jahres. 2016 dann Robert Mugabe.“ Solche Wörter, solches Geschrei zünden das Land an.
Steinhöfel hätte nie gedacht, mit so einem Tweet-Schnipsel mal in einem "SPIEGEL-Kommentar" gewürdigt zu werden, erst recht nicht mit dieser Interpretation: "Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hatte wohl einen über den Durst getrunken", mutmaßt der Anwalt im Interview mit MMNews. - Trotzdem steht er zu seiner Aussage und legt sogar noch eins drauf:
Als sich „Time“ dann dazu verstand, diese Zwergenkanzlerin durch „Person des Jahres“ zu küren, fiel mir ein großer Afrikaner ein, dem es ebenfalls gelang, sein florierendes Land in die wirtschaftliche und soziale Katastrophe zu regieren. Natürlich ist Robert Mugabe mit Zimbabwe der Kanzlerin weit voraus. Und natürlich werden wir Zustände wie in Zimbabwe in Deutschland bis auf weiteres nicht erleben. Aber wer diesen Artikel liest (frei übersetzt: „Zehn einfache Schritte, sein Land an die Wand zu fahren“), wird durchaus die eine oder andere Parallele feststellen.
Und weil ich mich ärgere, wenn eine so unglaubliche Versagerin wie die frühere FDJ-Sekretärin Merkel von irgendwelchen wildgewordenen Journalisten auch noch ausgezeichnet wird, dann ist es Zeit für einen munteren tweet.
Steinhöfels Reaktion hier: www.steinhoefel.com
Das Interview entstand bei Kapstadt, Südafrika.
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