Schwächerer US-Dollar gibt Gold und Silber keine Unterstützung. Starke EU-Autoneuzulassungen positiv für Platin und Palladiumnachfrage.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold handelt heute Morgen bei rund 1.060 USD je Feinunze auf einem 10-Tagestief und profitiert damit nicht vom schwächeren US-Dollar. Dieser wertet gegenüber dem Euro auf ein 6-Wochentief ab. Der schwächere US-Dollar führt zugleich dazu, dass Gold in Euro gerechnet auf ein 12-Monatstief von nur noch knapp über 960 EUR je Feinunze fällt.
Im Fahrwasser von Gold steht auch Silber weiter unter Druck. Das mehrheitlich in der Industrie verwendete Edelmetall fällt auf 13,6 USD je Feinunze und verzeichnet damit den tiefsten Stand seit über sechs Jahren. Das viel beachtete Gold/Silber-Verhältnis ist im Zuge dessen auf fast 78 gestiegen, den höchsten Stand seit Anfang September.
Wie der Verband der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) heute Morgen berichtete, wurden in der EU im November 1,09 Mio. Autos neu zugelassen. Dies waren fast 14% mehr als im Vorjahr. Alle wichtigen Absatzmärkte trugen hierzu bei – auch Deutschland, wo der VW-Abgasskandal bislang offenbar kaum eine Rolle gespielt hat.
Nach elf Monaten wurden bereits 12,6 Mio. Autos in der EU neu zugelassen, knapp 9% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit wurden auch die gesamten Neuzulassungen des Vorjahres übertroffen. Dies spricht für eine robuste Nachfrage nach Platin und Palladium, zumal in der EU auch im nächsten Jahr mehr Autos neu zugelassen werden sollten. Hierdurch sollten beide Preise unterstützt sein.



