Die Experten vom "Wahre Werte Depot" haben die Reißleine gezogen und alle Aktien verkauft. Es wird ein weiterer Absturz an den Börsen befürchtet. Telebörsen-Ikone Brichta: "Mit einem Plus von knapp 21% seit 2014 lässt es sich auch gut überwintern."
Von Raimund Brichta
Wir hatten in den vergangenen Wochen darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Lage an den Weltfinanzmärkten merklich eintrübt. Der Kursrückgang bis August war noch als eine – wenn auch heftige – Korrektur der vorangegangenen Rally einzustufen. Deshalb hatten wir zu Paniktiefkursen am 24. August zugegriffen und einige Positionen sogar aufgestockt.
Die von uns erwartete Erholung kam dann auch – insofern hatten wir alles richtig gemacht-, aber sie geriet im Dezember auffällig ins Stocken. Dies war für diese Jahreszeit ungewöhnlich, weshalb wir es als Warnsignal interpretierten. Folgerichtig hatten wir noch vor Weihnachten einige Werte aus dem Depot geworfen und dort Gewinne mitgenommen.
Unsere Devise war: Mit reduziertem Risiko abwarten. Zumal eine positive Börsenentwicklung im Januar die Lage deutlich entschärfen könnte.
Zwar hat der Börsenmonat Januar erst angefangen, und niemand weiß, wie er enden wird. Aber bei einem Teil von uns läuteten schon am frühen Morgen vor Börsenbeginn die Alarmglocken. Schon da zeichnete sich nämlich aufgrund der asiatischen Vorgaben ab, dass es den miserabelsten Jahresstart seit Langem geben wird. In Kombination mit den Warnsignalen aus dem Dezember brachte uns dies zu einer folgenschweren Entscheidung:
Wir haben heute früh zu Eröffnungskursen sämtliche Werte aus dem Depot geworfen – bis auf den Goldfonds. (Anmerkung: Depotveränderungen fanden Montag statt)
Die Entscheidung war folgerichtig, weil sich die weltweite Börsenlage weiter eingetrübt hat. Mit anderen Worten: Die Gefahr eines erneuten Abwärtstrends bis ins Frühjahr hinein hat unseres Erachtens nun deutlich zugenommen.
Wir sprechen damit unseren wahren Werten nicht generell das Misstrauen aus. Wie könnten wir auch? Sie sind, wie sie sind. Deshalb werden wir sie wieder in unser Depot aufnehmen, sobald sich die Lage beruhigt hat. Möglicherweise gelingt uns dies dann sogar zu deutlich geringeren Kursen …
Auch wir wissen natürlich nicht, was die Zukunft bringen wird, aber wir haben unsere Gewinne mit dieser Vorsichtsmaßnahme einfach mal abgesichert. Nicht mehr und nicht weniger.
Mit einem Plus von knapp 21 Prozent seit Depotstart im Oktober 2014 lässt es sich auch gut überwintern, meint Raimund Brichta.
Das ist ist der aktuelle Depotbestand: 95% Kasse, 5% Gold.



