Sexuelle Übergriffe auf Frauen zu Silvester: Obwohl das Ausmaß der Angriffe bereits am Tag danach feststand, schwiegen ARD & ZDF und Massenmedien zunächst. Die Tagesschau berichtete erst vier Tage später, als nichts mehr zu vertuschen war.
Offenbar versuchten Medien die massiven sexuellen Übergriffe in Köln, Hamburg und Stuttgart bis zuletzt zu verschweigen. Über das ganze Ausmaß der Übergriffe berichtete z.B. Spiegel Online oder die Tagesschau erst vier Tage später - als es einfach nicht mehr zu vertuschen war.
Offenbar hatte man wieder Angst vor der "Political Correctness" und befürchtete - wie so oft - dass die Berichterstattung über die Vorfälle "missbräuchlich" verwendet werden könnten. Unter diesem Motto werden schon seit Beginn der Flüchtlingskrise konsequent alle negative Vorkommnisse bewußt ausgeblendet aus der Berichterstattung.
Es sieht so aus, als wenn deshalb auch Hamburg, Köln, Stuttgart totgeschwiegen werden sollten. - Allein in Köln soll es mittlerweile 80 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe an Silvester gegeben haben. Auch in Hamburg trauen sich nun wohl immer mehr betroffene Frauen, zur Polizei zu gehen.
"Hinzu kommt, dass der Vorfall Defizite bei Staat und Medien gnadenlos bloßstellt. Trotz des teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Welt, trotz zig Social Media-Redaktionen und trotz Online-Redaktionen, die im Zweifel die neusten Volten im Hause Kardashian aus den USA in Minutenschnelle tickern, hat es vier lange Tage gedauert, bis ausführlich bundesweit über den Vorfall berichtet wurde.
Wenn man die „Tagesschau“ sah, Spiegel Online und Bild (oder andere überregionale Medien) las, bekam man bis zum vergangenen Montag nix mit von den Vorfällen in Köln und Hamburg. Regionale Medien wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichteten schon am Neujahrstag von den Übergriffen, allerdings noch unvollständig, was aber der Unübersichtlichkeit der Vorgänge geschuldet sein mag.
Bis die große Medienmaschine anlief, dauerte es vier lange Tage. So lange, bis die Kölner Polizei am gestrigen Montag eine Pressekonferenz zum Thema abhielt. Gibt es eine Pressekonferenz, dann springt auch die „Tagesschau“ auf so ein Thema auf und berichtet erstmals über die Vorfälle. Wenn auch eher weniger prominent im Mittelteil der Sendung."
So erlebte eine Frau in Köln die Silvesternacht:
Köln: Kriminalbeamte widersprechen Justizminister Maas
Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, hat der Behauptung von Justizminister Heiko Maas (SPD) widersprochen, wonach die Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof eine neue Form organisierter Kriminalität gewesen seien. „Wer von einer neuen Dimension organisierter Kriminalität spricht, der irrt oder es fehlen ihm kriminalistische und kriminologische Erkenntnisse“, sagte Schulz dem Handelsblatt. „Das sogenannte Antanzen durch Täter, die oftmals aus Nordafrika oder dem Balkan stammen, ist der Bandenkriminalität zuzuordnen und kein neues kriminalistisches Phänomen.“
Schulz wies darauf hin, dass die Täter teilweise legal und auch schon seit längerer Zeit in Deutschland lebten oder teilweise seit Jahren auf längst überfällige Entscheidungen zu ihrem Asylantrag warteten. Ziel der Täter sei es, so Schulz, die Opfer zu überrumpeln, abzulenken und ihnen dann die Wertsachen zu entwenden. „Diese Tätergruppierungen begehen nach unseren Erkenntnissen nicht nur Trick- und Taschendiebstähle, sondern auch Raubdelikte sowie Kfz- und Wohnungseinbrüche“, sagte der Polizeigewerkschafter. Das sei allgemein bekannt und von der Polizei in NRW auch schon mehrfach thematisiert worden. Passiert sei aber nichts.
Schulz warf der Politik vor, Forderungen nach einer „angemessenen Personalstärke“ für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung regelmäßig ignoriert zu haben. „In der Silvesternacht scheinen nun viele Faktoren zusammengekommen zu sein, die dann eskaliert und im Ergebnis völlig inakzeptabel sind“, fügte er hinzu. Das Ausmaß habe von der Polizei aufgrund der Gesamtumstände vor Ort nicht erkannt werden können. „Jetzt heißt es, die Polizei in Ruhe ermitteln zu lassen, damit möglichst viele Taten aufgeklärt und die Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden k! F6nnen“, betonte Schulz. „Es nützen jetzt aber keine vollmundigen Politikerforderungen, denn das Problem ist zum größten Teil hausgemacht.“
Hintergründe:
Livebericht einer betroffenen Frau: Gejagt wie Vieh




