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Petry: Abschuss?

Politik und Medien greifen Frauke Petrys Verweis auf ein Gesetz, nachdem die Grenzen auch notfalls mit Schusswaffen zu verteidigen sind, scharf an. Doch der Schuss geht möglicherweise nach hinten los: Die AfD verzeichnet neue Rekordwerte.

 

Von Michael Mross

Wer hat eigentlich noch nichts zu Frauke Petry gesagt? Im Stundentakt äußern sich Politiker und Kommentatoren zur AfD-Cheffin. Insondere die Nachfolgepartei der SED, welche 1000ende Opfer an der innerdeutschen Grenze liquidieren ließ, zeigt sich empört.

 

Die Reaktion ist das übliche Trommelfeuer: AfD böse, rechtsradikal, rassistisch, inhuman usw.

 

Doch ob die harschen Worte der AfD Wähler abjagen, dürfte zweifelhaft sein. Im Gegenteil: Mit der Petry-Äußerung ist die AfD wieder in aller Munde und beherrscht die Schlagzeilen. Damit geht der Schuss nach hinten los.

 

Politik und Medien wollen AfD und Petry abschießen. Doch das Dauerfeuer in der Presse ist für die Partei letztlich eine kostenlose PR-Aktion. Kein Wunder, dass die AfD per heute laut Emnid 12% macht. Woran das wohl liegen mag?

 

Man könnte geradezu meinen, dass Petry die Äußerung nur getan hat, um die AfD wieder in die Medien zu bringen. Und das ist trefflich gelungen. Dass sich ein AfD-Wähler von der Dauerkritik abschrecken lässt, ist wohl nicht der Fall - wie die Umfragewerte zeigen.

 

Bei all' der Aufregung wird jedoch ein Aspekt völlig außer Acht gelassen und von den Medien bewußt nicht angesprochen: Warum konnte die AfD überhaupt so stark werden? Wer ist dafür verantwortlich? Kann es daran liegen, dass sich immer mehr Bürger von der Politik nicht ernst genommen fühlen? Dass ihre Ängste und Sorgen ignoriert werden?

 

Darüber sollte die Presse mal schlagzeilen! Einfach nur schimpfen und "böse, böse" sagen ist offenbar ziemlich erfolglos. Der AfD hat's bis jetzt jedenfalls nicht geschadet.

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