Mit Scheinfirmen betrügt die ISIS deutsche Finanzkassen um Millionenbeträge. Ziel: den Staat schwächen und Terror finanzieren. Täter sprechen von "Economic Jihad", einem Gotteskrieg gegen die Wirtschaft.
Islamistische Terroristen betrügen die staatlichen Kassen in Deutschland laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks mittels Scheinfirmen um Millionenbeträge.
Bayerische Steuerfahnder hätten eine Gruppierung aufgedeckt, die ein komplexes Geflecht an Scheinfirmen errichtet habe. Es gehe um ein internationales Mehrwertsteuerbetrugs-Karussell. Von den Finanzkassen forderten die Täter einen zweistelligen Millionen-Betrag an Umsatzsteuer zurück – für Umsätze, die nie getätigt wurden.
Allein mit nur einer Rechnung einer Scheinfirma aus Unterföhring bei München, die angeblich mit Strom handelte, forderten die Dschihadisten laut dem Bericht 190.000 Euro vom Finanzamt zurück.
In einem abgehörten Internet-Telefonat sprachen die Dschihadisten davon, dass Mehrwertsteuerbetrug als Kriegsmittel gerechtfertigt sei. Es handel sich um eine Art "ökonomischen Dschihad" ("Wirtschafts-Gotteskrieg")
Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZEFAW) von der Universität Mainz, überrascht das nicht: "Nach dschihadistischer Auslegung des islamischen Rechts ist dieser Betrug 'halal', also erlaubt und zulässig, weil er dazu dient, die angestrebte Weltherrschaft des Islam herbei zu bringen." Durch ihre kriminellen Aktivitäten griffen die Täter gezielt die gegenwärtige "un-islamische" Weltwirtschaft an, so der Experte.



