Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will den 500-Euro-Schein abschaffen. Das oberste Beschlussorgan der EZB hat mit großer Mehrheit eine entsprechende Absichtserklärung getroffen, erfuhr das Handelsblatt aus Notenbankkreisen.
Gerade erreichte uns die Meldung, dass die EZB intern bereits beschlossen hat, den 500-Euro-Schein abzuschaffen! Dies wäre ein erster Schritt in Richtung Bargeldverbot bzw. –einschränkung. Wir werden darauf in der nächsten Ausgabe genau eingehen.
Fakt ist, dass sich die Schlinge um das Vermögen der Bürger und dessen Überwachung weiter zuzieht. Bargeld schützt vor Negativzinsen und deshalb muss die Bargeldhaltung vor allem für die Banken teuer werden. Sollte die Meldung sich bestätigen, heißt dies, dass die EZB die Zinsen noch viel weiter ins Negative drücken wird!
Sobald die Zinslasten die Kosten der Bargeldhaltung übertreffen, würden die Banken ihre Reserven jedoch in bar halten. Dies muss dringend verhindert werden, indem man den für die Bargeldbunkerung günstigen 500er aus dem Verkehr zieht!
Bert Rürup schrieb heute im Handelsblatt: „Banken könnten die Strafzinsen allenfalls an Unternehmen, nicht aber an Privatkunden weitergeben. Denn diese würden Negativzinsen ausweichen, indem sie Geld woanders aufbewahren, wo es weniger kostet. Die Negativzinsen liefen ins Leere“
Übrigens: Der große Nachteil den Goldkritiker immer hervorbringen, lautet ja „Gold zahlt keine Zinsen“. Bald könnte es jedoch heißen: „Gold KOSTET keine Zinsen!“.
Die Aktienmärkte zeigen heute eine heftige Gegenreaktion nach oben, die wir bereits letzte Woche bis in den Bereich 9400/9500 prognostizierten. Im zunehmend restriktiven Negativzinsumfeld inkl. Bargeldverbot dürften Aktien und Gold (und auch Immobilien) zu den Gewinnern gehören. Denn: Gesellschaften mit hohen Cashbeständen dürften eher eigene Aktien zurückkaufen, als zuzusehen, wie das Geld auf dem Konto dahinschmilzt! Dass dies zu neuen, abstrusen Blasen führen könnte, dürfte auch klar sein.



