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Gold, Aktien: Im Gleichschritt nach oben?

Negativzinsen könnten den Aktienmarkt und Gold im Gleichschritt beflügeln. Die besten Jahre für Gold waren, als nach dem Lehman-Crash die Geldschleusen weit geöffnet wurden, um das Bankensystem zu stabilisieren. 

 

China, Brexit, Asylchaos, neue Bankenprobleme, drohende Öl-Fracking-Pleiten: Die Märkte liefern derzeit reihenweise Angstszenarien. Trotzdem ziehen die Aktienmärkte derzeit im Gleichschritt mit Gold nach oben. Die Antwort der Notenbanken auf die Probleme im System lautet Negativzinsen. 

 

Negativzinsen könnten den Aktienmarkt und Gold jedoch im Gleichschritt beflügeln. Die besten Jahre für Gold waren, als nach dem Lehman-Crash die Geldschleusen weit geöffnet wurden, um das Bankensystem zu stabilisieren. 

 

Aktien und Gold liefen von 2009 bis 2011 im Gleichschritt. Ähnlich könnte es daher nun auch laufen. Seit Jahren versuchen wir, möglichst sicher die Folgen der finanziellen Repression, welche seit der Finanzkrise um sich greift, sicher zu umschiffen. Doch die Einschläge kommen nun immer näher. 

 

So waren wir für Bareinlagen bei Banken immer Fans von Sparkassen bzw. Volks– und Raiffeisenbanken, da diese nicht wie Großbanken im großen Stil Risiken eingehen. Doch inzwischen haben besonders die kleinen Institute immer mehr unter den steigenden Regulierungsvorschriften der EU zu leiden, obwohl diese vor allem die Großbanken an die Leine nehmen sollten. Der Grund ist logisch: Die Kosten für die zunehmenden Vorschriften liegen bei kleineren Instituten aufgrund fehlender Skaleneffekte oft um ein Vielfaches höher als bei großen Instituten. 

 

Beispiel: Bei sehr kleinen Banken übersteigen die Kosten für die Dokumentation in Zusammenhang mit dem Anlegerschutz sogar den Ertrag aus dem Wertpapiergeschäft. In der Folge fordern nun die Genossenschaftsbanken, dass sich Regulierung und Aufsicht an der Komplexität und der Größe der jeweiligen Bank orientieren sollen. 

 

Sollte die EU nicht einlenken, drohen viele kleine Sparkassen und Volksbanken vom Markt zu verschwinden, da man Fusionen mit anderen Instituten suchen muss. Damit wird Diversität zunehmend von einer Monokultur im Bankgewerbe verdrängt wer- den. Noch sehen wir keinen Grund zum Handeln. Doch die Entwicklung gefällt uns nicht. Das Ziel der Regulierungen nach Lehman war ein stabileres und leistungsfähigeres Bankensystem. 

 

Erreicht wird - das lässt sich an immer mehr Beispielen festmachen - eher das Gegenteil. Stabile und bewährte Bankstrukturen, wie das Sparkassen– und Genossenschaftsmodell, werden dadurch eher geschwächt. 

www.sicheres-vermoegen.de

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