Donald Trump ist der große Sieger des großen Vorwahltags in den USA. Die republikanische Präsidentschaftskandidatur ist ihm nur noch schwer zu nehmen. - Trump warnt Deuschland vor radikalislamischem Terrorismus.
Donald Trump nahm in seinen Reden auch die Flüchtlingskrise ins Visier. "Schaut nach Deutschland und Schweden und schaut einige dieser Orte an, das ist ein Desaster", sagte Trump am Abend nach dem entscheidenden Tag der Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur in den USA. Wegen der Flüchtlinge aus muslimischen Ländern drohe der Bundesrepublik "radikalislamischer Terrorismus".
In seiner Siegesrede sagte Trump nun erneut: "Wir werden keine Leute in unser Land lassen, von denen wir nicht wissen, wer sie sind." Über die Vertriebenen von Krieg und Not in Bürgerkriegsländern sagte Trump: "Sie sind jung und stark und kräftig - warum sind sie nicht zurück und kämpfen für ihr Land?"
SPIEGEL Online: Amerikas politisches Erdbeben
Diese Präsidentschaftswahl wird eine Schicksalswahl. Es geht nicht nur um die Seele der Parteien, sondern um die Seele der Nation. Trumps Erfolg - trotz und gerade wegen seines schamlosen Gebarens - widerspricht allen Normen, Sitten, Erfahrungen und politischen Gepflogenheiten.
Trump hat einen unterschwelligen Nerv getroffen. Eine unausgesprochene Wut, die seit Jahren gärt: die Wut der Zukurzgekommenen und Verdrängten. Trump hat ihnen eine Stimme gegeben: Endlich dürfen sie sagen, was sie bisher nur dachten. Trumps Autoritarismus kommt in diesem Milieu an - plump, ungebildet, ordnungsbesessen, nationalistisch, fremdenfeindlich, wutgetrieben, kompromisslos, strafend, zentralistisch. Die nächsten Vorwahlen werden von dieser Stimmung geprägt sein.
Donald Trump – der Mann, der an niedere Instinkte appelliert – hat große Chancen auf das republikanische Präsidentschaftsticket.
Donald Trump ist von seinen Chancen im November überzeugt, doch erst einmal debattieren die Republikaner, wer ihn stoppen kann.



