Die Drogen-Affäre um den Grünen-Politiker Volker Beck ist großes Thema in Politik und Medien. Doch viele Parteikollegen nehmen Beck in Schutz. Claudia Roth: Er verdient nun einen fairen und respektvollen Umgang und keine Häme." - Bild schlachtet das Thema aus: Grüner mit Hitler-Droge erwischt.

Prominent auf Seite-1 berichtet die Bild-Zeitung, nach deren Informationen es sich beim Drogenfund des grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck um Crystal Meth gehandelt haben soll. Mit ihrer Schlagzeile setzt das Boulevardblatt auf Provokation und titelt: "Grüner mit Hitler-Droge erwischt."
Das ist ja mal ganz lustig gegenüber einer Partei, die nur allzuschnell Kritiker in die rechte Schublade steckt und hinter jedem Baum einen Nazi vermutet.
BILD:
„Crystal Meth ist kristallisiertes Methamphetamin. Dieser Wirkstoff war einst Hauptbestandteil eines der populärsten Arzneimittel Deutschlands: Pervitin – in der Nazizeit bekannt als ‚Panzerschokolade'(…) Hitler soll sich regelmäßig Pervitin injiziert haben.“
Roth nimmt Beck nach Drogenfund in Schutz
Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat ihren Grünen-Parteifreund Volker Beck nach dem Drogenfund vor Spott in Schutz genommen. "Volker Beck hat einen Fehler gemacht, da gibt es kein Vertun", sagte Roth der "Welt". "Er hat vor allem sich selbst damit Schaden zugefügt."
Bei aller Kritik verdiene es aber Respekt, dass Beck schnell die Konsequenzen gezogen habe und seine Ämter in der Grünen-Bundestagsfraktion zur Verfügung stelle. "Auch mit Blick auf seine politischen Verdienste verdient er nun einen fairen und respektvollen Umgang und keine Häme."



