Edelmetalle mit deutlichen Preisanstiegen. Noch deutlich stärker als Gold zeigt sich derzeit Silber. Euro etwas stärker.
Von Commerzbank Commodity Resarch
Gold setzt heute Morgen zunächst die Aufwärtsbewegung von gestern fort und steigt zeitweise über 1.250 USD je Feinunze bzw. 1.100 EUR je Feinunze. Gestern legte Gold in der Spitze um fast 30 USD zu, obwohl die Aktienmärkte spürbar anzogen, die US-Anleiherenditen stiegen und es einen deutlichen Abfluss von 8,5 Tonnen aus den Gold-ETFs gab.
Die morgen stattfindende EZB-Sitzung sollte einem merklicheren Rückgang des Goldpreises entgegenstehen.
Noch deutlich stärker als Gold zeigt sich derzeit Silber. Das hauptsächlich in der Industrie verwendete Edelmetall verteuert sich vorübergehend um 5% auf 17,2 USD je Feinunze, der höchste Stand seit elf Monaten. Silber holt damit gegenüber Gold weiter auf.
Das Gold/Silber-Verhältnis ist auf unter 74 gefallen, der tiefste Stand seit Anfang November. Anfang letzter Woche lag es noch bei über 80. Im Gegensatz zu Gold gibt es bei Silber weitere Zuflüsse in die ETFs. So berichtet der iShares Silver Trust, der weltweit größte Silber-ETF, von Zuflüssen von 44,4 Tonnen.
Auch Platin und Palladium legten gestern kräftig zu. Platin stieg um 3,7% und überwand die Marke von 1.000 USD je Feinunze und kostet heute Morgen mit 1.020 USD zeitweise so viel wie zuletzt vor sechs Monaten. Palladium verteuerte sich um 3,3% und handelt zwischenzeitlich auf einem 4-Wochenhoch von knapp 590 USD je Feinunze.
Auftrieb erhielten Platin und Palladium gestern wohl von den festen Industriemetallpreisen und einem höheren Risikoappetit. Ein kräftiger Abfluss aus den Palladium-ETFs von 13,9 Tsd. Unzen spielte dagegen keine Rolle.
Der Euro kletterte in Richtung 1,14 ohne nennenswerte Nachrichten. Insgesamt scheint sich das Sentiment für den Euro etwas zu verbessern.



