Die schlechten Nachrichten aus der deutschen Industrie reißen nicht abSo ist die Industrieproduktion im November abermals kräftig gesunkenGegenüber Oktober schrumpfte die Ausbringung um 3,1% nach einem Minusvon 1,8%, und war damit noch schwächer als von uns und dem Markterwartet. Das Vorjahresniveau wird damit jetzt um 6,4% unterschritten.
Der Rückgang des Outputs erfolgte auf breiter Basis. Lediglich dieBauproduktion stagnierte gegenüber Oktober und unterstrich den nochrelativ robusten Zustand der Branche. Das stärkste Minus verbuchte dieSparte Vorleistungsgüter (-6%), die auch im Vorjahresvergleich amschlechtesten dasteht. Vergleichsweise positiv fiel dagegen dieProduktion von kurzlebigen Konsumgütern auf, die "nur" um 0,8%gegenüber dem Vormonat sank. Die Erzeugung von langlebigen Konsumgüternund Kapitalgütern gab dagegen nochmals deutlich nach. Diese zeigen auchim Vorjahresvergleich massive Rückgänge.
Im Durchschnitt von Oktober und November bewegt sich dasProduktionsniveau damit um 4,5% unter dem Level des 3. Quartals. Diesführt vor Augen, dass von der deutschen Industrie kräftige Bremseffekteauf die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal ausgingen. Gemessen an denletzten Stimmungsumfragen hat sich die Situation in der Industrie imDezember sogar noch weiter verschlechtert. Zudem war etwa in derAutoindustrie von stillstehenden Produktionsbändern und verlängertenWeihnachtsferien die Rede.



