AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Nach Silvestervorfällen: drastischer Zuwachs bei Waffenscheinen

Seit Silvestervorfällen drastischer Zuwachs bei Waffenscheinen in Norddeutschland. Fachhändler und der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler (VDB) berichten zudem von einem regelrechten Run auf Pfeffersprays.

 

Seit Jahresbeginn ist die Zahl der "Kleinen Waffenscheine" für Schreckschuss- und Gasdruckpistolen in allen norddeutschen Ländern sprunghaft angestiegen. In Niedersachsen waren im März etwa 34.200 Genehmigungen registriert - das sind 29 Prozent mehr als noch Ende 2015. In Hamburg lag der Zuwachs bei 17,8 Prozent, in Schleswig-Holstein bei 23 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete einen Anstieg von fast 9 Prozent.

 

Das geht aus einer Anfrage der Radiosender NDR Info und NDR 2 bei den zuständigen Innenministerien und Polizeibehörden hervor. Der Kleine Waffenschein ist nötig, um Schreckschuss- oder Gasdruckpistolen auch außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks tragen zu dürfen. Waffenhändler und Wissenschaftler führen den Anstieg auf die sexuellen Übergriffe und Diebstähle in der Silvesternacht insbesondere in Köln und Hamburg zurück.



In Hamburg hat die Polizeibehörde in der Zeit von Januar bis März mehr als 800 dieser Genehmigungen neu ausgestellt. Das sind fast zehnmal so viele wie im gesamten vergangenen Jahr neu hinzukamen. In Niedersachsen sind nach Angaben des Innenministeriums im ersten Quartal mehr als 7800 neue Genehmigungen ausgestellt worden - fast vier Mal so viele wie im gesamten Jahr 2015. In Schleswig-Holstein hat sich der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Rund 2300 neue Kleine Waffenscheine wurden dort von Januar bis März ausgestellt. Mecklenburg-Vorpommern übertraf die Vorjahreswerte schon nach wenigen Wochen: Bis Mitte Februar wurden 320 neue Genehmigungen erteilt, 40 Prozent mehr als im Vorjahr.



Fachhändler und der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler (VDB) berichten zudem von einem regelrechten Run auf Pfeffersprays. Der Frankfurter Hersteller DEF-TEC Defense Technology zum Beispiel steigerte nach eigenen Angaben seinen Umsatz im ersten Quartal um 1200 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zeitweise habe man bis zu 13.000 Spraydosen täglich ausgeliefert.



Der stellvertretende Leiter der Psychiatrie an der Uniklinik Göttingen und Experte für Angststörungen, Prof. Dr. Borwin Bandelow, sieht in dieser Entwicklung eine direkte Reaktion auf die Silvester-Übergriffe: "Wenn eine neue Gefahr droht, die als unbeherrschbar und neu erscheint, dann ist die Angst der Menschen sehr viel größer als vor bekannten Gefahren. Dann kommt es zu Überreaktionen."



Die Hamburger Innenbehörde spricht dagegen nicht von einem direkten Zusammenhang zwischen der verstärkten Nachfrage nach dem Kleinen Waffenschein und den Ereignissen der Silvesternacht. Damals war es auch im Hamburger Stadtteil St. Pauli zu Übergriffen gekommen. Der Sprecher der Innenbehörde, Frank Reschreiter, erklärte: "Der Zeitraum ist zu kurz, um eine vernünftige Aussage dazu zu machen. Die Innenbehörde beobachtet diese Entwicklung aber. Es ist schwierig, etwas über die Motive zu sagen, weil beim Kleinen Waffenschein kein Bedürfnis nachgewiesen muss."



Die Polizei sieht die Verwendung von Pfeffersprays und Schreckschusswaffen durch Privatpersonen kritisch. Das Landeskriminalamt Niedersachsen etwa warnt davor, dass der voreilige Griff zu solchen Waffen angespannte Situationen noch verschlimmern kann. Außerdem seien sich viele Menschen nicht über die rechtlichen Folgen klar, erklärte LKA-Sprecherin Stephanie Weiß: "Der Einsatz von Pfefferspray oder auch einer Schreckschusswaffe ist immer eine Straftat, nämlich eine gefährliche Körperverletzung. Das ist immer nur in einer Notsituation gerechtfertigt. Man darf diese Waffe natürlich nicht einsetzen, wenn man einfach nur provoziert wird." Grundsätzlich sind Pfeffersprays in Deutschland nur für die Abwehr von aggressiven Tieren zugelassen. Gegen Menschen dürfen sie nur im absoluten Notfall eingesetzt werden.

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Aktuelle Presse
Ärztechef will deutlich höhere Preise für Zigaretten und Alkohol

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, spricht sich für eine deutliche Verteuerung von Tabak- und Alkoholprodukten aus. Ziel sei es, insbesondere Jugendliche [ ... ]

Die israelische Regierung hat am Sonntag den Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich während des Ersten Weltkrieges offiziell anerkannt. Grundlage ist ein Resolutionsentwurf von [ ... ]

In der Debatte über mehr Hitzeschutz in Deutschland kommt aus der Union die Forderung nach Sonnencremespendern in deutschen Städten. "Auch Wasser- und Sonnencremespender sollten installiert werden, [ ... ]

In der Nacht zu Sonntag ist ein weiterer Temperaturrekord in Deutschland aufgestellt worden.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Ergebnissen am Vormittag mitteilte, ist die Temperatur [ ... ]

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seinen baldigen Rücktritt in Aussicht gestellt. Er werde noch einige Wochen Präsident sein und dann zurücktreten, sagte er vor Anhängern [ ... ]

Bofinger warnt vor Integration von Beamten in gesetzliche Rente

Peter Bofinger, Mitglied der Rentenkommission, warnt vor einer Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung. "Das wäre eine massive Doppelbelastung für den öffentlichen [ ... ]

Südkorea und Japan wollen ihre Verteidigungskooperation vertiefen. Die Verteidigungsminister beider Länder einigten sich bei einem Treffen in Seoul unter anderem auf eine verstärkte Zusammenarbeit [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.