Wagenknecht bei Linken-Parteitag mit Torte beworfen. Zu dem Tortenwurf bekannte sich die Gruppe "Antifaschistische Initiative Torten für Menschenfeinde".
Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, ist am Samstag beim Parteitag in Magdeburg mit einer Torte beworfen worden. Zu dem Tortenwurf bekannte sich die Gruppe "Antifaschistische Initiative Torten für Menschenfeinde".
Die Aktivisten waren an der Politikerin, die in der ersten Reihe der Parteitagshalle saß, vorbeigegangen und hatten ihr die Torte ins Gesicht geworfen. Wagenknecht verließ daraufhin die Halle.
In einem Flugblatt wurde der Fraktionsvorsitzenden vorgeworfen, sie habe sich wie AfD-Politiker geäußert. "Ebenso wie die Vertreter der AfD ist Wagenknecht stets darum bemüht, den Volkszorn in politische Forderungen zu übersetzen", heißt es in dem Schreiben. Fraktionschef Dietmar Bartsch erklärte: "Das ist nicht links, das ist asozial und dumm!"
Wagenknecht weist Gysi in die Schranken
Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat ihren Vorgänger Gregor Gysi nach seiner Kritik an der Partei mit deutlichen Worten in die Schranken gewiesen. "Konstruktive Vorschläge von Gregor Gysi sind immer willkommen", sagte Wagenknecht der "Welt am Sonntag".
"Beschimpfungen der eigenen Partei dagegen sorgen zwar für hohe mediale Präsenz. Helfen tun sie niemandem." Gysi hatte die Linkspartei kurz vor dem Parteitag an diesem Wochenende als "saft- und kraftlos" bezeichnet.
Wagenknecht erinnerte Gysi daran, dass er mit dem Rückzug von der Fraktionsspitze im vergangenen Jahr seine Führungsrolle aufgegeben habe. "Ich finde schon, dass man es auch ernst meinen sollte, wenn man mit viel Tamtam seinen Rückzug erklärt", sagte Wagenknecht. "Es ist ja klar, dass das gewisse Konsequenzen hat."



