Gold auf 2-Jahres-Hoch. Goldpreis steigt nach Fed-Sitzung über die Marke von 1300 USD.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold überwindet heute Morgen erstmals seit Anfang Februar wieder die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD je Feinunze und steigt auf gut 1.310 USD, den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. In Euro gerechnet verteuert sich Gold auf 1.160 EUR je Feinunze, was dem höchsten Preisniveau seit gut drei Monaten entspricht.
Die US-Notenbank Fed hat gestern Abend wie erwartet die Zinsen nicht angehoben. Die Fed-Vorsitzende Yellen betonte zwar, dass eine Zinsanhebung in den nächsten Monaten möglich sei, ließ das Timing aber offen.
Der Markt hat daraufhin einen Zinsschritt der Fed auf der nächsten Sitzung im Juli fast vollständig ausgepreist – die Wahrscheinlichkeit laut Fed Fund Futures liegt nur noch bei 6%.
Im Fahrwasser von Gold wird heute Morgen auch Silber mit nach oben gezogen, welches auf ein 6½-Wochenhoch von 17,9 USD je Feinunze steigt. Genauso wie die Gold-ETFs verzeichneten auch die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs gestern den 13. Tag in Folge Zuflüsse. Die Bestände der Silber-ETFs sind im Zuge dessen auf ein Rekordhoch von 20.225 Tonnen gestiegen.
Wie der Verband der europäischen Automobilproduzenten, ACEA, heute Morgen berichtete, wurden in der EU im Mai 1,29 Mio. Autos neu zugelassen, 16% mehr als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden EU-weit 6,4 Mio. Autos neu zugelassen. Die ACEA erwartet für das Gesamtjahr ein Wachstum von 5%, was Neuzulassungen von 14,4 Mio. Autos entsprechen würde. Nach wie vor profitieren Platin und Palladium kaum von den zuletzt robusten weltweiten Autoabsätzen.
Trotzdem eine US-Zinserhöhung erst mal nicht akut ist konnte der Euro seine Gewinne nicht halten und fiel unter 1,12. Besonderes Augenmerk legen FX-Experten auf das Verhältnis USD / YEN: die japanische Währung stieg trotz schlechter Wirtschaftsdaten weiter auf ein Zwischenhoch von 104 zum Dollar.



