AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Erdogans Armeen: Der verlängerte Arm des Despoten nach Europa

Nachsicht und Naivität haben oft den Weg für Despoten geebnet. - Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gewollten Pluralismus, der auch wirren oder gar extremen Ansichten Gehör gibt, und der Verbreitung demokratiefeindlicher Ideologien.

 

Von Ramin Peymani

Die Demokratie ist ein hohes Gut. Doch sie ist anfällig und muss täglich neu verteidigt werden. Zu leicht macht sie es dem, der sie missbrauchen, der ihre Toleranz ausnutzen will. Dies gilt auch für jene, die sich auf ihre religiösen Überzeugungen berufen und dabei den säkularen Staat ablehnen.

 

Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gewollten Pluralismus, der auch wirren oder gar extremen Ansichten Gehör gibt, und der Verbreitung demokratiefeindlicher Ideologien. In Deutschland bildet der Rechtsextremismus die „rote Linie“.

 

Gesellschaftlich geächtet sind Aufmärsche von Befürwortern nationalsozialistischen Gedankenguts. Und das ist gut so. Doch die Grenze verschiebt sich immer weiter nach links. Längst sind selbst Demonstrationen ohne Nazi-Bezug verpönt, wenn sie an linken Tabus rütteln. Politisch und gesellschaftlich geduldet ist hingegen die Verharmlosung oder gar Verherrlichung des DDR-Unrechtsstaats, der vierzig Jahre lang wahllos politische Gefangene nahm und Bürger an der deutsch-deutschen Grenze ermorden ließ.

 

Narrenfreiheit genießt auch der religiöse Fanatismus. Während systematisch nach „rechter Hetze“ gefahndet wird, gesteht der Staat muslimischen Eiferern ein nahezu uneingeschränktes Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu, wohl wissend, dass sie nicht selten unsere staatliche Ordnung infrage stellen.

 

Natürlich ist es außerordentlich schwierig, die Grenze zwischen der Ausübung der Freiheitsrechte und dem Missbrauch der Demokratie zu ziehen. Im Zweifel ist es daher richtig, Menschen für ihr Anliegen demonstrieren zu lassen.

 

Wo die Versammlungsfreiheit auch extreme Gruppen schützt, muss eine Gesellschaft andere demokratische Wege finden, ihre freiheitliche Ordnung zu verteidigen. In der Vergangenheit wurden diese Wege dadurch beschritten, dass bestimmte Demonstrationen von Politik und Medien einhellig missbilligt wurden. Leider findet dieser Mechanismus aber fast ausschließlich bei rechtsgerichteten Demonstrationen Anwendung.

 

Angekündigte Feldzüge gewaltbereiter Linksradikaler oder Aufmärsche extremistischer Religionsgruppen werden dem gesellschaftspolitischen Regulativ nicht unterworfen. Ebenso wenig wenden sich die Meinungsmacher gegen offensichtliche Versuche, innenpolitische Konflikte anderer Länder in Deutschland auszutragen. Hier machen sich immer wieder türkische und türkischstämmige Personen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zunutze.

 

So auch in diesen Tagen, in denen der türkische Machthaber Erdogan offenkundig dabei ist, eine Diktatur am Bosporus zu errichten. Welche Massen er imstande ist zu mobilisieren, hat sich auch bei seinen vielen Auftritten in Deutschland oft gezeigt. Zehntausende wollen nun einmal mehr für ihren Führer demonstrieren.

 

Konnte der Aufmarsch von bis zu 30.000 Erdogan-Getreuen in Düsseldorf mit Verweis auf unzureichende Polizei-Kapazitäten noch unterbunden werden, ist die für den 31. angemeldete Großdemonstration in Köln nicht zu verhindern.

 

Aufgerufen hat zu der Kundgebung die „Union Europäisch-Türkischer Demokraten“ (UETD). Die Lobby-Organisation der in der EU lebenden Türken gilt als Erdogans verlängerter Arm und sorgte jüngst für Schlagzeilen, als sie zu den Morddrohungen gegen türkischstämmige Bundestagsabgeordnete nach der Armenien Resolution schwieg. Aber nicht nur die UETD steht im Zwielicht, auch die Rolle der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion“ (DITIB) ist äußerst zweifelhaft.

 

Der Dachverband der Moscheegemeinden ist der größte islamische Verband in Deutschland und ebenfalls ein wichtiges Zentralorgan Erdogans. Müssen wir diesen Organisationen und deren Aktivisten wirklich erlauben, Millionen von Türken für den Kampf gegen den säkularen Staat zu mobilisieren? Muss Europa sich nicht nur durch Erdogans Gebaren, sondern auch durch seine zivilen Armeen demütigen lassen?

 

Meiner Meinung nach nicht. Nachsicht und Naivität haben oft den Weg für Despoten geebnet.  Ich halte es da lieber mit dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz: „Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen“. Man wünscht sich solch klare Prinzipien auch von deutschen Politikern.

 

Lesen Sie mehr in meinem aktuellen Buch „Spukschloss Deutschland“, das auch als Ebook erhältlich ist.

peymani.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Aktuelle Presse

Das Kanzleramt und die Bundesministerien handhaben den Einsatz von KI bei Reden und Texten unterschiedlich. Das ergab eine schriftliche Anfrage des "Spiegel" in mehreren Häusern des Kabinetts unter [ ... ]

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) warnt vor den Folgen einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt. Ein AfD-Innenminister wäre ein Sicherheitsrisiko, sagte Maier [ ... ]

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann schließt eine Ausweitung der sogenannten Reichensteuer nicht aus. Zugleich sagte er am Sonntag der ARD, der "Mittelstand und das Handwerk" dürften nicht [ ... ]

Angesichts der Hitzewelle fordert Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa mehr offene Kirchen - zwecks Abkühlung. Viele Gotteshäuser seien bereits zugänglich, doch das reiche nicht.

"Es [ ... ]

Auf der Suche nach neuen Rekruten startet die Bundeswehr eine YouTube-Serie. Diese soll in Kürze anlaufen und den Titel "Generation Wehrdienst" haben, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag [ ... ]

In Deutschland ist der erst am Vortag aufgestellte Allzeit-Hitzerekord erneut überboten worden.

Gegen 16.00 Uhr meldete die Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im brandenburgischen Coschen an [ ... ]

Mercedes-Pilot George Russell hat den Großen Preis von Österreich gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.