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EZB: Mit Vollgas in die Planwirtschaft

Die Eurozone auf dem Weg in die Planwirtschaft? Ökonomen: EZB kauft demnächst auch Aktien. Die Notenbank könnte so die Börsen und damit die Unternehmen nach Belieben lenken. Der letzte Tabubruch?

 

Da der Markt für Staats- wie Unternehmensanleihen von der EZB bald völlig leergekauft sein könnte, empfehlen einige Ökonomen nun, die EZB solle zusätzlich auch noch Aktien kaufen. Und Geldsystemkenner sind sich sicher: Genau so wird es kommen.

 

Bereits jetzt kaufen die Notenbanken von Japan und der Schweiz im großen Stil Aktien. Insider vermuten außerdem, dass auch die amerikanische Notenbank (FED) indirekt am Aktienmarkt aktiv ist - zumindest um größere Kussstürze auszugleichen.

 

Nun fordern immer mehr Finanzexperten auch von der EZB, ihre Notenpresse noch schneller rotieren zu lassen und die Kaufprogramme auf Aktien auszudehnen. In Grossbritannien ist eine ähnliche Diskussion ebenfalls bereits in vollem Gang. "Wer will, dass Unternehmen mehr investieren, muss höhere Aktienkurse wollen", argumentiert beispielsweise Eric Lonergan von der britischen Fondsgesellschaft M&G für Aktienkäufe durch die Bank of England.

 

Aktienkauf durch die EZB also nur noch eine Frage der Zeit? Dazu erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel:

„In den Medien ist euphemistisch vom nächsten ‚Tabubruch‘ die Rede, dabei handelt es sich in Wahrheit um nichts anderes als fortgesetzten Rechtsbruch, der hier vorgeschlagen wird. Schon mit der Staatenfinanzierung durch Anleihekäufe überschreitet die EZB ihr Mandat. Mit dem Kauf von Unternehmensanleihen bewegt sie sich völlig außerhalb davon. Nun wird vorgeschlagen, sie solle auch noch Aktien aufkaufen.



Damit würde sie zu einem Markteilnehmer ohne Kauflimit. Der Markt selber würde endgültig ad absurdum geführt werden. Die EZB könnte so den Aktienmarkt und damit die Unternehmen nach Belieben lenken. Es wäre der Weg in eine Wirtschaftsdiktatur durch die Zentralbank – der Weg in den Sozialismus.



Das Mittel der Geldpolitik taugt langfristig nicht zur Stabilisierung des Wirtschaftssystems. Der Beweis wird durch ihr Versagen seit Jahren geführt. Schon aus dem Grund ist es auch nicht der Auftrag einer Zentralbank Wirtschaftsförderung und Industriepolitik zu betreiben. Sie soll die Preisstabilität gewährleisten und nicht mehr.

 

Was derzeit geschieht, ist eine massive Vernichtung von Wohlstand und Werten, die die EZB unter Missachtung ihres Mandats verursacht. Diese schädliche und völlig uferlose Geldpolitik wird betrieben, um den klinisch toten Patienten ‚Euro‘ weiter künstlich am Leben zu erhalten. Mit diesem geld- und wirtschaftspolitischen Wahnsinn muss endlich Schluss gemacht werden.“

 

Faber: direkter Weg in den Sozialismus

Mark Fabern im Interview bei CNBC: "Letzten Endes werden sie sämtliche Staatsanleihen aufkaufen, alle Unternehmensanleihen und alle Aktien, die es am Markt gibt". Wenn dann der Immobilienmarkt in die Knie gehe, würden sie auch noch Immobilien kaufen, und dann gehöre den Notenbanken und damit den Staaten alles. Und damit wäre das gesamte Wirtschaftssystem infrage gestellt. "Das ist der direkte Weg in den Sozialismus."

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