Schwächeanfall bei Edelmetallen. Goldpreis in Euro auf niedrigstes Niveau seit dem Brexit-Referendum gefallen.
Von Commerzbank Commodity Research
Die Preise für Gold und Silber sind gestern Nachmittag deutlich unter Druck geraten. Gold rutschte um mehr als 10 USD ab und fiel auf ein 4-Wochentief von weniger als 1.325 USD je Feinunze. Silber verlor 1,4% auf ein 8-Wochentief von 18,5 USD je Feinunze.
Ein festerer US-Dollar setzte die Preise unter Druck. Offensichtlich positionieren sich einige Marktteilnehmer im Vorfeld der Yellen-Rede. Wir sind allerdings skeptisch, dass die Fed-Vorsitzende morgen klare Hinweise für eine Zinserhöhung geben wird. Sollten derartige Signale ausbleiben, ist mit einem neuerlichen Preisanstieg bei Gold und Silber zu rechnen.
Der gestrige Preisrückgang ist allerdings nicht nur auf die USD-Aufwertung zurückzuführen. Gold in Euro geriet gestern ebenfalls unter Druck und ist mit 1.175 EUR je Feinunze inzwischen so preiswert wie am Tag nach dem Brexit-Referendum.
Offensichtlich wird eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik nach den zuletzt besseren Konjunkturdaten in der Eurozone weniger wahrscheinlich erachtet. Wir rechnen allerdings weiterhin damit, dass die EZB ihre Geldpolitik in diesem Jahr nochmals lockern wird.
Gold in Britischem Pfund handelt nur noch bei gut 1.000 GBP je Feinunze, was dem niedrigsten Stand seit einem Monat entspricht. Platin und Palladium gaben gestern sogar noch stärker nach als Gold und Silber. Platin fiel auf 1.080 USD je Feinunze, Palladium auf 680 USD je Feinunze. Hierzu dürfte die jüngste Schwäche des Südafrikanischen Rand beigetragen haben.



