Hedgefonds wenden sich angeblich von Deutscher Bank ab. Weltweit Bankenkurse im Sinkflug. Emnid: Deutsche lehnen Staatshilfe für Deutsche Bank ab.
HB Morningbriefing:
Die Jagd auf die Deutsche Bank geht weiter. Bloomberg meldete heute Nacht, dass Hedgefonds, die bisher ihre Derivate-Geschäfte über die Deutsche Bank abwickelten, diese auf andere Institute übertragen hätten. Reuters legte nach: „Eine Handvoll Kunden, die meisten davon Hedgefonds, stellen Fragen.“
Die neue Commerzbank-Strategie ist mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden. Fast 10.000 von rund 45.000 Beschäftigten müssen gehen und es gibt keinen Grund anzunehmen, der neue Vorstandschef Martin Zielke handele leichtfertig. Die Commerzbank ist ein Sanierungsfall.
Emnid: Deutsche lehnen Staatshilfe für Deutsche Bank ab
Eine Mehrheit der Deutschen lehnt Staatshilfen für die Deutsche Bank ab. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus. Nach Angaben des Instituts soll die Auswahl der Befragten "repräsentativ" sein.
Demnach sind 69 Prozent der Bundesbürger gegen eine staatliche Hilfe für das unter Druck geratene größte deutsche Bankhaus, 24 Prozent der Befragten sprechen sich für Staatshilfen aus. Laut eines Berichts der Wochenzeitung "Die Zeit" arbeiten hochrangige Beamte in Berlin, Brüssel und Frankfurt gerade an einem Notfallplan für die Deutsche Bank. Er soll in Kraft treten, falls die Deutsche Bank zusätzliches Kapital benötigt, um ihre zahlreichen Rechtsstreitigkeiten beizulegen, schreibt die Zeitung.
Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums dementierte den Bericht: "Diese Meldung ist falsch. Die Bundesregierung bereitet keine Rettungspläne vor. Anlass für derartige Spekulationen gibt es nicht."
Gold
Schwächere Aktienmärkte, die eine höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer ausdrückten, gaben dem Goldpreis im späten Handel aber wieder Unterstützung. Offenbar kommen bei einigen Marktteilnehmern Sorgen über eine neue Bankenkrise auf. Gold bewegt sich seit nunmehr drei Monaten in einem Seitwärtskorridor zwischen 1.300 USD und 1.350 USD je Feinunze.



