Schwächerer US-Dollar und höhere Risikoaversion geben Edelmetallpreisen Auftrieb. Aktuelle Meinungsumfragen zeigen, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat Trump den Rückstand auf die demokratische Konkurrentin Clinton deutlich verkürzen konnte.
Von Commerzbank Commodity Research
Die Preise für Gold und die anderen Edelmetalle befinden sich seit Wochenbeginn im Höhenflug. Für Auftrieb sorgt ein deutlich schwächerer US-Dollar. Gleichzeitig ist die Risikoaversion deutlich angesprungen. Der S&P-500 schloss gestern auf einem 4-Monatstief, was heute auch die Aktienmärkte in Asien und Europa belastet.
Gold kostet aktuell nur noch etwas weniger als 1.300 USD je Feinunze und damit so viel wie zuletzt vor einem Monat. Gleiches gilt für Silber mit 18,5 USD je Feinunze und Platin mit knapp 1.000 USD je Feinunze. Palladium, welches letzte Woche noch auf ein 3½-Monatstief von 612 USD je Feinunze fiel, handelt inzwischen wieder deutlich höher bei 635 USD.
Platin und Palladium profitieren heute zusätzlich von robusten US-Fahrzeugabsätzen, welche in der letzten Nacht veröffentlicht wurden (siehe Industriemetalle Seite 2). Die Fed dürfte die Zinsen heute unverändert belassen und zunächst den Ausgang der US-Wahlen am kommenden Dienstag abwarten.
Denn aktuelle Meinungsumfragen zeigen, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat Trump den Rückstand auf die demokratische Konkurrentin Clinton deutlich verkürzen konnte. Auch wenn Clinton bei den maßgeblichen Wahlmännerstimmen noch immer einen erheblichen Vorsprung aufweisen dürfte, könnte die Wahl am kommenden Dienstag spannender werden als noch vor wenigen Tagen gedacht.
Erinnerungen an das Brexit-Referendum von Ende Juni werden damit wach. Damals stieg Gold im Anschluss an die Abstimmung innerhalb weniger Tage um fast 10%.



