Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Die Kosten für die Reise nach Deutschland liegen im Schnitt bei 7137 Euro. Schlepper-Konzerne kassierten 3,8 Mrd. - Fluchtgründe: Krieg und "schlechtes Leben".
Die Kosten für die Reise nach Deutschland liegen im Schnitt bei 7137 Euro, an die Asylmafia sind pro Kopf 3103 Euro zu zahlen - die Schlepper-Konzerne kassierten somit bisher von 1,2 Millionen Flüchtlingen 3,8 Milliarden Euro. Das sind Fakten aus einem neuen Forschungsbericht des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die bisher noch nicht veröffentlicht worden sind. Meinungsforscher interviewten für diese Studie 4500 Personen, die 2015 und 2016 eingereist sind.
Fluchtgründe: Krieg und "schlechtes Leben"
So war zwar für 70 Prozent der befragten Flüchtlinge die "Angst vor gewaltsamen Konflikten" ein Grund, das Herkunftsland zu verlassen, jedoch gaben auch 39 Prozent der Befragten an, dass sie aufgrund von "schlechten persönlichen Lebensbedingungen" die gefährliche Reise auf sich nahmen. Sieben Prozent der Flüchtlinge sagten, dass sie die Familie nach Europa geschickt hätte.

Interessant sind auch die Angaben der Asylwerber, warum sie nicht in den Transitländern (Griechenland, Serbien etc.) geblieben sind: 55 Prozent meinten, dort seien die Lebensbedingungen "zu schlecht".
7137 Euro im Schnitt für die Flucht nach Deutschland
Und die Migranten nannten in den Interviews auch die Kosten ihrer Reisen. Im Schnitt gab jeder Befragte 7137 Euro aus, 3103 Euro gingen davon an die Fluchthelfer - damit ist erneut belegt, dass die Asylmafia 3,82 Milliarden Euro verdient haben muss, da in den Jahren 2015 und heuer 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland und mindestens 130.000 nach Österreich gekommen sind.
Download PDF IAB-Studie 103 Seiten
Die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten ist eine jährliche Wiederholungsbefragung, die im Längsschnitt rund 4.500 Geflüchtete befragt. Im ersten Teil wurden 2016 2.349 Geflüchtete interviewt, die in 1.766 Haushalten leben. Der zweite Teil der Befragung ist bis Dezember 2016 noch im Feld und wird den Umfang der Stichprobe in etwa verdoppeln. Befragt werden Geflüchtete, die vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Januar 2016 in Deutschland eingereist sind und einen Asylantrag gestellt haben, sowie ihre Haushaltsmitglieder. Befragt wurden in der ersten Welle nur erwachsene Personen (18 Jahre und älter). Alle in diesem Bericht vorgestellten Ergebnisse beruhen auf dem ersten Teil der Befragung."