E-Auto-Kaufprämie: Bis jetzt nur 6500 Anträge - Wirtschaftsministerium rechnet mit stark steigender Antragszahl
Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit anziehenden Verkäufen bei Elektroautos. Das sagte Wolfgang Scheremet, der die Abteilung Industriepolitik leitet, der WirtschaftsWoche. Zwar seien die Abrufzahlen bei der Kaufprämie für Elektroautos mit rund 6500 Anträgen derzeit „noch gering“, so Scheremet. „Wir gehen aber davon aus, dass der Verkauf von Elektrofahrzeugen in den kommenden Monaten steigt. So haben derzeit beispielsweise Flottenbetreiber noch keine Anträge gestellt. Wenn diese kommen und die Zahl der Ladestationen steigt, werden die Antragszahlen nach unserer Einschätzung anziehen“, sagte Scheremet.
Scheremet bekräftigte das Ziel der Regierung, dass auf Deutschlands Straßen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos fahren sollen. Den Autobauern macht die Behörde dabei Dampf: „Natürlich haben wir als Wirtschaftsministerium den Autobauern gesagt, dass sie nicht nur in Fünf-Jahreszeiträumen denken sollen, sondern die lange Frist im Auge behalten müssen“, sagte Scheremet der WirtschaftsWoche.
Die Batterie wird dabei künftig ein zentraler Baustein eines jeden E-Autos sein. „Das Wirtschaftsministerium arbeitet im Austausch mit Universitäten und Industrie daran, dass Zellenproduktionen in Deutschland aufgebaut werden“, kündigte der Abteilungsleiter an. Doch hier müsse „die Initiative in erster Linie von den Unternehmen kommen“. Die Batteriezellfertigung sei „für den Automobilstandort Deutschland eine wichtige industriepolitische Perspektive. Deshalb sind wir hier auch industriepolitisch aktiv“, so Scheremet.



