Facebook versteht keinen Spass. Weil er Massenmörder wie Mao und Ché mit Hitler auf eine Stufe stellt, wurden alle Konten des Hamburger Rechtsanwalts Joachim Steinhöfel gesperrt. Will Facebook den Kritiker ("Facebook Wall of Shame") mundtot machen?
Joachim Steinhöfel zur Facebook Sperre:
Sehr geehrter Herr Dr. …
ich bedauere die von Seiten Ihrer Mandantin aktuell vorgenommene Eskalation, die ich als feindseligen Akt werte, außerordentlich! Im Einzelnen:
1. Am 21.11.2016 habe ich anläßlich des Wechsels von Martin Schulz von Brüssel nach Berlin einen Kommentar und dazu ein offizielles dpa-Pressefoto von Martin Schulz auf meiner Facebook-Seite gepostet. Martin Schulz ist in anderem Zusammenhang mit dem Versuch, die Veröffentlichung dieses Foto von der Pressekammer des Landgerichts Hamburg verbieten zu lassen, gescheitert. . Hier sehen Sie die Datenbank der dpa zu diesem Foto sowie die Mitteilung Ihrer Mandantin an mich.

Wie ich von einer Quelle aus dem Hause ihrer Mandantin erfahren habe, wurde dieses Foto „wegen Förderung drastischer Gewalt“ anonym gemeldet, von dieser „geprüft“ und als Verstoß gegen die „Gemeinschaftsstandards“ bewertet. Die Entfernung des Fotos und des Postings ist durch nichts gerechtfertigt, erst recht nicht aufgrund der „Gemeinschaftsstandards“.
2. Gestern abend habe ich anläßlich des Todes von Fidel Castro folgenden Text gepostet:
„I love Adolf Hitler on a T-Shirt. But ONLY, with the subline: My Ché and Mao shirts are in the wash. Today, we need a new one with Ché substituted by Fidel“.
Dazu habe ich das Foto eines roten T-Shirts mit dem schwarzen Konterfei von Adolf Hitler gepostet unter dem sich folgender Text befindet: „My Ché & Mao t-shirts are in the wash“. Ich muss wohl nicht erläutern, dass dieses T-Shirt eine deutliche Kritik an Personen ist, die ignorant und geschlichtlich ahnungslos mit T-Shirts von Massenmördern wie Ché oder Mao herumlaufen. Und nichts anderes!

Heute morgen musste ich zur Kenntnis nehmen, dass ich wg. dieses Postings für 24 Stunden gesperrt wurde. Diese „Sperre“ erfasst nicht nur meine Seite „Joachim Nikolaus Steinhöfel“, sondern auch die meiner Anwaltskanzlei und die Seite „Sperre durch FB – Wall of Shame„.
Kann das Konterfei von Hitler allein Anlaß für eine Sperre sein? Wird zukünftig jeder Historiker oder Journalist mit einer Sperre belegt, wenn er sich mit dem „3. Reich“ befasst? Wird zukünftig die Veröffentlichung des Konterfeis von Hitler sanktioniert? Wie stellt sich Ihre Mandantin das vor? Oder darf ein Vergleich von Massenmördern wie Mao und Hitler nicht mehr erfolgen, weil die 40-70 Millionen Opfer des Chinesen nicht mit den Opfern Hitlers verglichen werden sollen?
Ich erwarte bis Mittwoch, 30.11.2016, 18.00 Uhr:
a) Die Rücknahme beider Löschungen durch facebook. D.h. die Wiederherstellung meiner Postings mit den gelöschten Fotos und Texten.
b) Ein schriftliche Entschuldigung Ihrer Mandantin explizit für beide Löschungen und die Sperrung.
c) Eine Mitteilung dazu, wie Ihre Mandantin sicherzustellen gedenkt, dass sich derartiges nicht wiederholt.
Mit freundlichen Grüssen
Joachim Nikolaus Steinhöfel



