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Fidel Castro: Wie Medien und Politik einen blutigen Diktator huldigen

Es ist mehr als erstaunlich, wie Medien und Politik Fidel Castro fast heilig sprechen. Besonders die SPIEGEL-Berichterstattung erinnert an die Presse in Nordkorea. - Kaum ein Wort zu den Greueltaten eines blutigen Diktators, der ein Land zugrunde gerichtet hat.

 

SPIEGEL:

Kubaner trauern um Fidel Castro
"Ich werde 100 Jahre weinen"

"Ich werde 100 Jahre weinen", sagt Digna Maritza in Havanna. "Fidel hat uns Armen alles gegeben." Junge Leute kommen aus den Klubs und Bars - ungläubige Gesichter. In einer Cafeteria warten die Leute auf weitere Nachrichten.


ZEIT:

Gysi würdigt Castro als "herausragende Person der Weltgeschichte"

 

Von Joachim Steinhöfel

Eines meiner politischen Lieblings-T-Shirts zeigt das Konterfei von Adolf Hitler. „Meine Mao und Ché Guevara-T-Shirts sind gerade in der Wäsche“ ist darunter zu lesen. Eine rücksichtlose Abrechnung mit den Dummköpfen, die voller Bewunderung mit der Mao-Fibel oder T-Shirts herumlaufen, die den lächerlichen „Revolutionär“ Ché Guevara zeigen. Massenmörder beide, wenn auch die Opferzahl sich unterscheidet.

 

Wer diese Verbrecher auf dem Hemd trägt, kann auch gleich ein Hitler-T-Shirt anziehen, lautet die Botschaft. Anlässlich des Todes des Unterdrückers und Folterers Fidel Castro könnte man dessen Namen auf dem Shirt ergänzen, postete ich gestern. Und fing mir eine 24-Stunden-Sperre bei Facebook, über die das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde.

Adios Commandante! „Ein Kämpfer kann sterben – nicht aber seine Ideen!“ Die kubanische Revolution hat die Welt verändert. Ohne Fidel Castro, Che Guevara und all die anderen..wären auch die sozialistischen Revolutionen von Hugo Chavez bis Evo Morales nicht möglich gewesen…Der Kämpfer Fidel ist gestorben, aber seine Ideen leben weiter.“ Oskar Lafontaine auf Facebook

Als Castro am 1. Januar 1959 die Macht ergriff, wurde er von den westlichen Medien als der Held gefeiert, der den Diktator Batista gestürzt hatte und der Insel und dem Volk Demokratie versprach. Castro machte schnell deutlich, dass er tatsächlich den Kommunismus einzuführen gedachte. Er sei immer schon Marxist-Leninist gewesen, ließ er seine sprachlosen Anhänger wissen.

 

Erschießungskommandos, denen auch Co-Revolutionär Ché angehörte, und Kerker nahmen sich schnell seiner Rivalen und derer an, die Widerspruch wagten. Castro kreierte einen repressiven Polizei-Staat mit völliger Kontrolle der Presse, des Rundfunks, der Künste, des Rechts auf freie Meinungsäußerung der Versammlungsfreiheit. Spitzel überall, Folter und grundlose Inhaftierungen an der Tagesordnung, von Zugang zu unabhängigen Gerichten bis heute keine Spur.

www.steinhoefel.com

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