Volker Beck: „Viele Menschen setzen Vertrauen in mich. Das ist mir eine Verpflichtung." - Im März wurde er mit 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelsuspekten Substanz", mutmaßlich Crystal Meth, aufgegriffen.
Der langjährige Grünen-Abgeordnete Volker Beck verteidigt seine Entscheidung, trotz parteiinterner Kritik einen Wiedereinzug in den Bundestag anzustreben. „Sich zurücklehnen ist nicht meine Art. Und gerade jetzt ist mir nicht danach, kampflos aufzugeben. Die Grundlage für unsere freie Gesellschaft wird massiv von rechts angegriffen. Dagegen hilft nur Haltung zeigen“, sagte er dem SPIEGEL.
„Viele Menschen setzen Vertrauen in mich. Das ist mir eine Verpflichtung. Meine Kandidatur ist ein Angebot an die Partei. Sie kann schief gehen oder sie kann erfolgreich sein“, sagte Beck weiter.
Am Freitag stellen die Grünen in Nordrhein-Westfalen ihre Landesliste für die Bundestagswahl 2017 auf. Erstmals hat Beck keinen sicheren Listenplatz in Aussicht gestellt bekommen, er geht als Außenseiter ins Rennen.
Im Bundestagswahlkampf 2013 war Beck im Zusammenhang mit einem umstrittenen Pädophilie-Text aus den Achtzigern in die Kritik geraten. „Mein Text war ein Fehler. Daran gibt es nichts zu deuteln“, räumte er erneut ein.
Zugleich warf er der Öffentlichkeit einen unfairen Umgang mit seiner Person vor. „Ist der eigene Name einmal mit einem Problemthema verknüpft, wird man das nur schwer wieder los. Auch, weil in einer aufgeheizten Debatte nicht differenziert wird“, sagte Beck. Seine Rolle in den Anfangsjahren der Partei sei eben auch gewesen, „die Pädophilen und ihre Unterstützer aus der Partei zu drängen“.
Als Beck im März in Berlin mit 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelsuspekten Substanz", mutmaßlich Crystal Meth, aufgegriffen wurde, legte er seine Ämter in der Fraktion nieder. Später wurde das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße und wegen geringer Schuld eingestellt.



