Goldpreis fällt auf 10-Monatstief, Gold-ETFs im November mit stärkstem Monatsabfluss seit Juni 2013
Von Commerzbank Commodity Research
Gold kam gestern Nachmittag deutlich unter Druck und setzt seine Abwärtsbewegung heute Morgen fort. Es fällt zeitweise auf ein 10-Monatstief von gut 1.160 USD je Feinunze. In Euro gerechnet markiert es bei knapp unter 1.100 EUR je Feinunze den tiefsten Stand seit Ende Juni.
Gute US-Konjunkturdaten und der kräftig gestiegene Ölpreis ließen die US-Anleiherenditen kräftig steigen und den US-Dollar aufwerten. Bei den Gold-ETFs gab es gestern den 14. Handelstag in Folge Abflüsse, welche mit 2,5 Tonnen aber relativ moderat ausfielen.
Im November wurden die ETF-Bestände damit um 108 Tonnen reduziert. Dies ist der höchste Monatsabfluss seit Juni 2013 und der fünftstärkste aller Zeiten. Belastet durch Gold wird auch Silber mit nach unten gezogen, welches am Morgen kurzzeitig auf 16,3 USD je Feinunze fiel, damit aber noch über dem Tief von Ende letzter Woche blieb.
Auch Platin steht unter Druck. Es markiert bei 900 USD je Feinunze wie Gold ein 10-Monatstief. Dagegen legt Palladium weiter auf ein neues 18-Monatshoch von 775 USD je Feinunze zu. Die Preisdifferenz zwischen Platin und Palladium ist in Folge dessen auf rund 140 USD je Feinunze zusammengeschmolzen.
So teuer war Palladium im Verhältnis zu Platin zuletzt im April 2002. Wie die Industriemetalle hat sich aber auch Palladium unseres Erachtens von den Fundamentaldaten abgekoppelt. Wir sehen deutliches Korrekturpotenzial, zumal der jüngste Preisanstieg stark spekulativ getrieben ist.



