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Italien sagt NEIN zu Euro und EU

Bei dem Referendum in Italien ging es nicht um Renzi und seine Verfassungsreform, sondern um die Frage,  ob die Menschen weiter im Euro und der EU bleiben wollen. Die Antwort lautet: NO.

 

Die Italiener haben die von Ministerpräsident Matteo Renzi angestrebte Verfassungsreform Nachwahlbefragungen zufolge abgelehnt. Um 23 Uhr endete das Referendum über die komplizierte Verfassungsänderung. Wie aus ersten Hochrechnungen hervorgeht, stimmten 60 Prozent gegen die Verfassungsänderung, 40 Prozent stimmten dafür. Mit endgültigen Ergebnissen wird in der Nacht zu Montag gerechnet.

 

In dem Referendum ging es aber nur vordergründig um eine Verfassungsreform. Im Wesentlichen haben die Menschen Probleme mit der EU und dem Euro. Auch wollen Sie sich von dem deutschen Finanzminister Schäuble nicht fremd bestimmen lassen.

 

Renzi ist wie erwartet zurückgetreten. Übrig bleibt dann ein zerrüttetes Land, das auf jeden Fall eine Frage eint: Raus aus Euro und EU.

 

In keinem anderen Land haben sich die Bedingungen in den letzten Jahren so verschlechtert wie in Italien. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass es für die italienische Wirtschaft bis 2025 dauern könnte, ehe das Niveau von vor 2008 wieder erreicht ist. Was sich in Italien abspielt, ist die wirtschaftliche Zerstörung eines gesamten Landes in Echtzeit, dem das Schlimmste erst noch bevorsteht.

 

Mit einem „Nein“ zur Verfassungsreform, erhielt der durchschnittliche Italiener die Gelegenheit, dem Establishment und den EU-Bürokraten in Brüssel den Mittelfinger zu zeigen.

 

Banken vor Katastrophe

Anders als bei den Bankenkrisen in Griechenland, Portugal und Irland, ist das Bankensystem in Italien schlicht und einfach zu groß, um durch einen „Bail-Out“ der Europäischen Zentralbank gerettet zu werden. Darüber hinaus beheimatet Italien den weltweit drittgrößten Bond-Markt, mit ausstehenden Staatsanleihen-Schulden im Volumen von mehr als 2 Billionen Euro.

 

Ein Austritt Italiens aus der Euro-Zone würde voraussichtlich den totalen Zusammenbruch des weltgrößten Wirtschaftsraums bedeuten. Die Schockwellen, die dieses Ereignis um die Welt senden würde, entziehen sich jeglicher Vorstellungskraft. Es wäre schlimmer, als sämtliche Krisen aus der Vergangenheit. Denn die Europäische Union, wie wir sie kennen, würde nicht mehr existieren – ebenso wenig wie der Eur

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