Target2 Rekord mit jetzt fast 0,8 Bio. - Je höher die Ungleichgewichte, je sicherer das Brechen des Euro-Systems in dieser Ausprägung, nur noch eine Frage der Zeit und der aufgestauten Dimension.
Die Deutsche Bundesbank berichtete heute für den Monat November 2016 von einem deutlichen Anstieg der Target2 Forderung in Höhe von +46,028 Mrd. Euro zum Vormonat, auf 754,057 Mrd. Euro. Zum Vorjahresmonat stieg der Target2 Saldo um +161,540 Mrd. Euro an. Die Target2 Forderung im November 2016 entspricht einem neuen Allzeithoch, übertrifft den bisherigen Höchststand aus August 2012 und reflektiert die schlimmsten wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone seit ihrem Bestehen.
Target2 Salden zeichnen wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Eurozone auf, soweit sie sich über das Zahlungssystem Target2 darstellen. Dieses Ungleichgewicht kann aus realwirtschaftlichen Transaktionen für Waren, Güter und Dienstleistungen entstehen und/oder auch Kapitalflucht bzw. allgemeiner die Kapitalflüsse (Finanztransaktionen) spiegeln.
Die lockere Geldpolitik der EZB und das Aufkaufen von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren hält das Bankensystem mit Zentralbankgeld liquide und fördert/ ermöglicht letztlich auch die Kapitalflucht, aktuell gerade aus Italien. Zur wirtschaftlichen Situation in Italien: Italien: so sieht’s wirtschaftlich aktuell aus
Noch nie waren die deutschen Forderungen aus Target2 so hoch, in dieser Dimension erklären sie zwar, warum der Euroraum noch funktioniert, die Banken der Südperipherie werden liquide und damit zahlungsfähig gehalten, aber zugleich zeichnen sich auch, die sich immer weiter aufschaukelnden Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone und eine Wirtschafts-, Geld- und Finanzpolitik die keine adäquaten Antworten findet, sondern nur dazu beiträgt die Ungleichgewichte weiter anzufeuern.
Die Horter von Forderungen, ob aus Target2, Krediten und Finanzanlagen sonnen sich vermeintlich noch im Erfolg, aber nur in einem historisch betrachtet kurzen Zeitraum, bis zu den dann folgenden Abschreibungen derselben. Je höher die Ungleichgewichte, je sicherer das Brechen des Euro-Systems in dieser Ausprägung, nur noch eine Frage der Zeit und der aufgestauten Dimension.




