Lieber Leser,
so schnell kann es gehen. Der Großauftrag aus China hat dem Maschinenbauer Manz und dessen Aktie neues Leben eingehaucht. Nach schwierigen Jahren, in denen es mit dem Anteilsschein stetig bergab ging, konnte nun wieder der Vorwärtsgang eingelegt werden. Binnen weniger Tage schaffte es die Aktie aus ihrer langwierigen Seitwärtsformation auszubrechen und ein neues 6-Monats-Hoch zu erklimmen. Wichtige charttechnische Hürden warten nun im Bereich 40/42 Euro.
Hohes Auftragsvolumen
Lange Zeit wurde auf den Großauftrag für Anlagen zur Produktion von CIGS-Solarmodulen hin gefiebert. Laut Vorstandschef Dieter Manz sollten die Verträge eigentlich bereits Ende 2016 unterzeichnet werden. Nun hat es also bis Ende Januar gedauert. Aber das Warten hat sich gelohnt. Die Order hat ein Volumen über 263 Mio. Euro und entsprach damit in etwa dem Börsenwert des Reutlinger Unternehmens. Durch den Kursanstieg der vergangenen Tage ist der Konzern inzwischen allerdings wieder gut 300 Mio. Euro wert. Das China-Abenteuer bietet zudem die Chance auf zahlreiche Anschlussaufträge.
Vorstoß im Bereich E-Mobilität?
Während es also im Solargeschäft aktuell gut läuft, könnte demnächst auch der Bereich E-Mobilität eine größere Rolle spielen. Auf dem Batterieforum in Berlin bastelt Manz dem Tagesspiegel zufolge gemeinsam mit ThyssenKrupp, mehreren Batteriespezialisten (Litarion, Streetscooter und Batteriemontagezentrum) und dem Anlagenbauer M+W an Plänen für eine deutsche Batteriezellenfertigung. Dieter Manz erklärte zuletzt: „Gerade bei Elektroautobatterien sehe ich 2017 Chancen auf größere Aufträge.“
Ein Gastbeitrag von Hermann Pichler.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



