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Daimler: Gibt es Anlass zur Sorge?

Lieber Leser,

die Aktie des Stuttgarter Autokonzerns hat sich in den vergangenen Tagen deutlich abgekühlt. Auch die vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal/Gesamtjahr 2016 konnten dem Anteilsschein keine neuen Impulse verleihen. Steht nun zu befürchten, dass der seit Anfang Juli geltende mittelfristige Aufwärtstrend ein jähes Ende findet?

Das gilt es zu beachten

Noch gibt es zwar keinen Grund in Panik zu geraten, doch einige Indizien geben zumindest Anlass zur Sorge. Da wären beispielsweise die Absatzzahlen der Stammmarke Mercedes-Benz, die für sich genommen exzellent waren. Nach über 10 Jahren konnte der Autobauer die Absatzkrone im Premiumsegment vom bayerischen Rivalen BMW zurückerobern. Doch während sich die Verkaufszahlen auf Jahressicht um 11,3 Prozent verbesserten, lag das Plus im Dezember nur noch bei 6,8 Prozent. Setzt sich dieser Trend nun fort?

Mehrere Branchenexperten wie der Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer haben vorausgesagt, dass die Autobranche vor einem schwierigen Jahr 2017 stehe. Nicht zuletzt deshalb, weil auf dem wichtigsten Einzelmarkt China Steuersubventionen zusammengestrichen werden und damit ein Nachfragerückgang zu befürchten ist. Hinzu kommt die Unberechenbarkeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Macht er seine Ankündigungen wahr und führt tatsächlich Strafzölle für außerhalb der USA produzierte Autos ein? Auch dies wäre für Autokonzerne wie Daimler sicherlich ein schwerer Schlag.

Blick auf die Finanzen

Im Schlussquartal konnte Daimler beim Umsatz und Betriebsgewinn (Ebit) die Markterwartungen erfüllen. Beim Konzernergebnis schnitt man hingegen etwas schwächer ab, als Analysten prognostiziert hatten. Die Dividende soll für 2016 weiterhin 3,25 Euro je Aktie betragen. Analysten hatten sich nach der deutlichen Erhöhung im Vorjahr zumindest eine leichte Anhebung erhofft. Für das laufende Jahr hat das Management um Vorstandschef Dieter Zetsche leichte Verbesserungen der Finanzkennzahlen angekündigt, sprich Umsatz, Ebit und Nettogewinn sollen zumindest etwas zulegen.

Ein Gastbeitrag von Hermann Pichler.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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