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Airbus, Bombardier Boeing: China bläst zur Attacke!

Liebe Leser,

bisher war der Markt für Flugzeugbauer überschaubar aufgeteilt: Boeing und Airbus sicherten sich die größten Stücke vom Kuchen. Für Bombardier blieben zumindest genügend Krümel übrig, dass man zusammen mit der Zug- und Waggonsparte ein einträgliches Einkommen generieren konnte. Doch nun droht ausgerechnet der wichtige Absatzmarkt China an, zukünftig einen eigenen Hersteller ins Rennen zu schicken. Auf die etablierten Konzerne und ihre Anteilseigner könnten schwierige Zeit zukommen.

Frontalangriff auf Erfolgsmodelle

Der neue Jet, auf dem Chinas Hoffnungen ruhen, heißt C919. Bis Mitte des Jahres soll die Maschine endlich ihren Premierenflug absolvieren. Seit Ende 2015 baut China an dem Vehikel. Der Flieger soll 150 Fluggästen Platz bieten und rund 4.000 km Flugstrecke bewältigen können. Dies berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Der Entwicklungsauftrag geht auf die chinesische Regierung zurück. Der Staat will sich zunehmend der Abhängigkeit von Boeing und Airbus entziehen und eine weitere Schlüsseltechnologie erobern. Für die etablierten Konzerne bedeutet dies konkret: Der C919 greift direkt die Bestseller Airbus A320 und Boeing 737 an.

Eine bedrohliche Entwicklung?

Ist diese Entwicklung eine Bedrohung für Airbus, Boeing und Bombardier? Nur bedingt. Branchenstudien gehen davon aus, dass sich das Fluggastaufkommen alleine auf dem lateinamerikanischen Markt in den kommenden 20 Jahren verdoppeln wird. Ähnlich sieht es in asiatischen Schwellenländern wie Indien oder China aus.

Mit anderen Worten: Der zu verteilende Kuchen wird größer. Die etablierten Hersteller werden also nicht zwangsläufig schrumpfen müssen, nur weil ein potenter Konkurrent auf den Plan tritt. Aber sie können sich von dem erhofften Wachstum vielleicht nicht so viel einverleiben, wie sie erwartet haben. Denn China verfügt zweifelsohne über die finanziellen Mittel, um diese Nummer bis zum Ende durchzuziehen.

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