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Warum deutsche Autobauer Tesla nun ernsthaft fürchten müssen! (Daimler, VW, BMW, Porsche, Audi, Opel)

Liebe Leser,

über diese Allianz kann man im ersten Moment nur ungläubig den Kopf schütteln: Auf der einen Seite Donald Trump, der sich verächtlich über erneuerbare Energien äußert und zum Gralshüter der traditionellen US-amerikanischen Industriekonzerne im sogenannten Rust Belt („Rostgürtel“) aufgeschwungen hat. Auf der anderen Seite der charismatische Tesla-Gründer Elon Musk, der mit seinem (angeblich) emissionsfreien Elektroantrieb die Autoindustrie revolutionieren will. Doch die Zeichen verdichten sich, dass Trump Tesla als entscheidenden Hebel gegen die schier übermächtigen Autohersteller aus Deutschland und Japan einsetzen will.

Eine historische Chance

Der Markt wittert die historische Chance. In den letzten Wochen stieg der Kurs der Tesla-Aktie um 25 %. Der Marktkapitalisierungswert von Tesla (45 Mrd. Dollar) nähert sich unaufhörlich der Marke von BMW (55 Mrd. Dollar) an. Im zweiten Halbjahr soll endlich der Model 3 von Tesla erscheinen. Die Markteinführung könnte die Aktie endgültig zum Konkurrenten aus Bayern aufschließen lassen.

Denn 2018 will Tesla eine halbe Million Fahrzeuge dieses Modelltyps unters Volk bringen, 2020 sollen es eine ganze Million sein. Die etablierte Konkurrenz hinkt hinterher. Audi will 2018 seinen e-tron einführen, Daimler im Jahr darauf seine EQ-Reihe. Porsche wird wahrscheinlich erst 2020 so weit sein. Dann hat Tesla möglicherweise schon eine Million Wagen verkauft und sich entsprechende Marktanteile gesichert.

Donald Trump steht auf Winner-Typen wie Musk, die in großen Dimensionen denken und einfach mal die „größte Fabrik der Welt“ (Gigafactory) bauen. Zudem fertigt Tesla ausschließlich in den USA, was weitere Pluspunkte beim neuen Präsidenten gibt. Der alles entscheidende Punkt ist aber, dass Tesla tatsächlich eine realistische Chance hat, die etablierten Autohersteller auch technologisch zu überholen. General Motors, Ford oder Chrysler? Vergessen Sie’s. Da wird Trump allenfalls Bestandssicherung betreiben können. Der Präsident wird stattdessen alles in seiner Macht stehende tun, um Tesla den Rücken zu stärken, sei es durch Steuervorteile oder gelockerte Bestimmungen.

Am 22. Februar darf nichts schiefgehen

Wie jedes Märchen hat auch diese Geschichte ihren Haken. Damit Tesla im kommenden Jahr tatsächlich Umsatzerlöse von 20 Mrd. Dollar feiern kann (so aktuelle Analysteneinschätzungen), darf man im kritischen Hier und Jetzt nicht versagen. Am 22. Februar muss das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen präsentieren. Und wehe, Elon Musk erwähnt bei dieser Gelegenheit, man hinke beim Model 3 hinter dem Zeitplan hinterher. Dann könnte die Romanze zwischen Tesla, Trump und den Anlegern ein abruptes Ende finden.

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