Lieber Leser,
die Rede der FED-Präsidentin Jennet Yellen vor dem Kongress fiel allgemein „hawkisher“ aus, als viele erwartet hatten. Im Börsenjargon deutet der Ausdruck eine wahrscheinlich straffere Geldpolitik an. Das Gegenteil davon sind „dovishe“ Aussagen.
Jennet Yellen deutete an, dass der nächste Zinsschritt bereits im März kommen könnte. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird in der Regel an den Terminmarktkursen gemessen. Diese sind am Mittwoch auf über 80 % gestiegen. Das betrifft den Anstieg der Fed Funds Rate um 0,25 Basispunkte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rate um ganze 0,50 Punkte steigt, beträgt derzeit jedoch geringe 17 %.
Banken profitieren von den Aussagen Yellens
Die Profiteure einer strafferen Geldpolitik sind als erstes sicherlich die Banken. Das ließ sich zuletzt nicht nur in den Kursen erkennen, sondern auch an den Quartalsberichten. US-Banken und auch die Deutsche Bank verzeichneten allesamt höhere Umsätze im Anleihesegment. Ob sich diese Entwicklung fundamental weiter fortsetzt und in welchem Ausmaß, hängt jedoch nicht ausschließlich davon ab, ob der Zins steigt. Erwartungstechnisch ist das Umfeld steigender Zinsen für Banken allgemein betrachtet jedoch als positiv zu bewerten.



